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Alstom-Gerüchte machen Paris Angst

Schluckt der US-Industrieriese General Electric den französischen Konkurrenten Alstom? In Frankreich laufen die Drähte heiss, die Aktie wurde vom Handel ausgesetzt.

Bald in neuen Händen? Alstom-Hauptsitz in Paris. (Archivbild)
Bald in neuen Händen? Alstom-Hauptsitz in Paris. (Archivbild)

Frankreich hat Bedenken gegen eine Übernahme des französischen Konzerns Alstom durch den US-Konkurrenten General Electric (GE) angemeldet. Frankreich fürchte aus nationalen Gründen um den Verlust eines «grossen Entscheidungszentrums», sagte Wirtschaftsminister Arnaud Montebourg der Zeitung «Le Monde» am Freitag.

Er werde dem GE-Chef seine Bedenken mitteilen. Die Regierung arbeite an «anderen Lösungen und Szenarien», sagte der Wirtschaftsminister weiter. Alstom stehe für die industrielle Stärke Frankreichs und französischen Erfindergeist. Es bestehe die Gefahr, dass man ein Zentrum wirtschaftlicher Entscheidungen verliere.

Börse reagiert

Der Turbinen- und Zughersteller Alstom gilt als angeschlagen. Am Vortag gab es Gerüchte, wonach Alstom verkauft werden soll, was Alstom aber bereits dementierte.

Die Aktien von Alstom waren am Freitag nach Angaben der Pariser Börse auf Anordnung der Börsenaufsicht vom Handel ausgesetzt worden.

Tausende Jobs in der Schweiz

Alstom beschäftigt in der Schweiz über 6500 Personen. Die Schweiz ist für den französischen Konzern Alstom als Hauptsitz des Sektors Thermische Energie ein wichtiger Standort. Der Geschäftsteil generiert nach Firmenangaben über 45 Prozent des gesamten Konzernumsatzes. Hauptstandorte sind Baden, Birr, Oberentfelden und Neuhausen am Rheinfall. Unter anderem betreibt Alstom ein Forschungs- und Kompetenzzentrum in der Schweiz.

SDA/cpm

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