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Also doch: Der Smart fährt serienmässig elektrisch

Erst war er als Öko-Auto gedacht, dann kam er als normaler Benzinverbraucher heraus. Doch nun wird die alte Idee verwirklicht: Der Smart kommt serienmässig als Elektro-Auto.

Eine grosse Vision für ein kleines Auto: Vor zehn Jahren wurde der Smart lanciert.
Eine grosse Vision für ein kleines Auto: Vor zehn Jahren wurde der Smart lanciert.
Keystone
Die erste Probefahrt: Nicolas Hayek stellt im Oktober 1998 den Smart vor.
Die erste Probefahrt: Nicolas Hayek stellt im Oktober 1998 den Smart vor.
Keystone
In den grossen US-Markt: Im Januar 2007 präsentiert Daimler-Chef Dieter Zetsche den Smart an der Detroit Motor Show.
In den grossen US-Markt: Im Januar 2007 präsentiert Daimler-Chef Dieter Zetsche den Smart an der Detroit Motor Show.
Keystone
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Der Smart kommt an den Stecker. Daimler-Chef Dieter Zetsche gab gestern bekannt, sein Konzern plane in den nächsten vier Jahren eine «Elektroauto-Offensive». Dabei soll der Smart - in seiner Zweisitzer-Version -, aber auch der A-Klassen-Mercedes als Elektro-Auto auf den Markt kommen. Ab 2010 sind Kleinserien mit einigen hundert Exemplaren geplant, ausgestattet mit Lithium-Ionen-Batterien. Ab 2012 will der Daimler-Konzern den Elektro-Smart dann serienmässig vermarkten.

Der Stuttgarter Konzern reagiert damit einerseits auf die Klimadebatte, andererseits auf das elektronische Vorpreschen der grossen japanischen Autobauer Toyota, Honda und Mitsubishi - und drittens auf die Fortschritte bei der Batterien-Technik, welche das Elektroauto in den nächsten Jahren vollends konkurrenzfähig machen könnten.

500 Elektrotankstellen

Bereits seit letztem Jahr fährt in London eine kleine Testflotte von Zweiplatz-Elektrosmarts. Und Ende letzter Woche bestätigte Daimler einen Bericht der «Financial Times», wonach Ähnliches in Berlin geplant ist: Dort will der Autogigant zusammen mit dem Stromkonzern RWE ein Netz von 500 Ladestationen für Elektro-Smarts aufbauen.

Damit erweist sich ein Schweizer im Rückblick als Visionär: Nicolas Hayek, der geistige Vater der Swatch und des Smart, hatte sich das fahrbare Kistchen in den Neunzigerjahren als Elektro- und Hybrid-Mobil ausgedacht. Nachdem aber der Mercedes-Konzern beim damaligen Projekt «Swatchmobil» eingestiegen war, tunten die Schwaben das Gefährt um: Der Smart wurde zum kommunalen Benzinverbraucher, zum technisch doch recht normalen Kleinstwagen. Worauf Hayek im November 1998 enttäuscht ausstieg.

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