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Alphabet wächst weiter – PC-Flaute bei Microsoft

Die ersten Zahlen nach dem Konzernumbau von Google zu Alphabet fallen erfreulich aus. Das Cloud-Geschäft hilft Microsoft durch die Schwäche des PC-Marktes.

Die neue Holding Alphabet überrascht die Analysten: Google-Hauptquartier in Montain View, Kalifornien. (22. Oktober 2015)
Die neue Holding Alphabet überrascht die Analysten: Google-Hauptquartier in Montain View, Kalifornien. (22. Oktober 2015)
Marcio Jose Sanchez, Keystone

Alphabet macht da weiter, wo Google aufgehört hat. Die ersten Geschäftszahlen nach dem Konzernumbau zur neuen Holding Alphabet fallen erfreulich aus: Umsatz und Gewinn stiegen kräftig. Weil der Konzern Aktien zurückkaufen will, legten auch die Aktien deutlich zu.

Von Juli bis September stieg der Gewinn im Jahresvergleich von 2,74 auf 3,98 Milliarden Dollar, wie Alphabet am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz legte um 13 Prozent auf 18,68 Milliarden Dollar zu. Bereinigt um Kosten, die der Konzern in Kauf nimmt, um Nutzer auf seine Internetseiten zu lotsen, lagen die Erlöse bei 15,1 Milliarden Dollar.

Analysten hatten mit schwächeren Zahlen gerechnet. Die Aktie stieg nachbörslich zunächst um über zehn Prozent. Zur starken Marktreaktion beigetragen haben dürfte die Ankündigung von Aktienrückkäufen im Wert von bis zu 5,1 Milliarden Dollar.

Kosten steigen weniger stark

Die Werbeeinnahmen, die wichtigste Einnahmequelle des Konzerns, kletterten um 13 Prozent auf 16,78 Milliarden Dollar. Die von Investoren kritisch beobachteten Ausgaben legten um 9,1 Prozent auf 13,97 Milliarden Dollar zu.

Das Unternehmen wird unter der neuen Finanzchefin Ruth Porat sparsamer – in den Vorquartalen hatten die Anstiege bei zehn, 13 und 22 Prozent gelegen.

Der bisherige Google-Konzern hatte den Umbau zur neuen Holding mit dem Namen Alphabet im August überraschend angekündigt und Anfang Oktober vollzogen. Die bisherigen Google-Anteilseigner wurden zu Aktionären der neuen Dachgesellschaft. An der Bilanzierung änderte sich vorerst allerdings noch nichts. Die ersten Quartalszahlen mit der neuen Struktur sollen erst im Januar veröffentlicht werden.

Cloud-Geschäft stützt Microsoft in PC-Flaute

Das Wachstum im Cloud-Geschäft mit Diensten aus dem Netz hilft dem Software-Riesen Microsoft durch die Schwäche des PC-Marktes. Der Windows-Konzern verdiente im vergangenen Quartal 4,62 Milliarden Dollar.

Das war ein Plus von 1,7 Prozent im Jahresvergleich. Der Umsatz sank unterdessen um gut zwölf Prozent auf 20,38 Milliarden Dollar, wie Microsoft am Donnerstag mitteilte. Die Aktie kletterte nachbörslich zeitweise um rund sechs Prozent.

Dabei legte der Umsatz von Microsofts Cloud-Sparte um acht Prozent auf 5,9 Milliarden Dollar zu. Das Geschäft mit Personal Computern und Smartphones schrumpfte dagegen um 17 Prozent auf 9,4 Milliarden Dollar.

Microsoft brachte im vergangenen Quartal sein neues Betriebssystem Windows 10 auf den Markt. Es konnte die Talfahrt des PC-Marktes bisher nicht stoppen. Branchenexperten rechnen mit einer leichten Besserung erst im kommenden Jahr.

SDA/chk

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