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Aktienkurse stürzen erneut ab

Nachdem die US-Börsen über 4 Prozent nachgaben, gehen auch die Kurse in Asien auf Tauchstation. Tokio verliert über 2, Hongkong stürzt über 7 Prozent ab. Nicht besser sieht's für Europa aus.

Milliarden wurden in den Geldmarkt gepumpt: Der Nikkei-Index büsste heute Morgen dennoch über 2 Prozent ein.
Milliarden wurden in den Geldmarkt gepumpt: Der Nikkei-Index büsste heute Morgen dennoch über 2 Prozent ein.
Keystone
Milliarden wurden in den Geldmarkt gepumpt: Der Nikkei-Index büsste heute Morgen dennoch über 2 Prozent ein.
Milliarden wurden in den Geldmarkt gepumpt: Der Nikkei-Index büsste heute Morgen dennoch über 2 Prozent ein.
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Ramin Talaie/Bloomberg News
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Vorbörslich steht der SMI über ein Prozent im Minus, das zeigen die entsprechenden Angaben von Clariden Leu. Am stärksten trifft es erneut die Finanzwerte, allen voran UBS.

Angesichts der Finanzkrise hat die japanische Zentralbank den dritten Tag in Folge Milliarden in den Geldmarkt gepumpt. Sie stellte am Donnerstag 2,5 Billionen Yen (rund 28 Milliarden Franken) zur Verfügung. In den beiden Tagen davor waren bereits insgesamt 4,5 Billionen Yen geflossen. Die japanische Zentralbank hat sich eng mit der amerikanischen und der europäischen abgestimmt, die in den vergangenen Tagen ebenfalls Geld in den Markt gepumpt haben. Dennoch verlor der Nikkei-Index heute Morgen 2,2 Prozent ein.

In Hongkong brach der Hang-Seng-Index um 7,4 Prozent ein. Auch die Märkte in Südkorea, China und Australien melden deutliche Verluste.

Die Investmentbank Lehman Brothers schuldet Japans grossen Banken noch 320 Milliarden Yen, umgerechnet 3,4 Milliarden Franken, wie die japanische Wirtschaftszeitung «Nikkei» am Donnerstag unter Berufung auf die staatliche Finanzaufsichtsbehörde berichtete. 44 Prozent der ausstehenden Kredite seien davon ungesichert.

Goldman Sachs und Morgan Stanley verlieren

Der Dow-Jones-Index brach gestern um 550 Punkte oder 4,1 Prozent ein. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 109,05 Punkte oder 4,94 Prozent.

Zu den grössten Verlierern gehörten die beiden noch verbliebenen US-Investmentbanken Goldman Sachs und Morgan Stanley, deren Kurse um 14 beziehungsweise 24 Prozent nachgaben. «Die Leute haben Angst vor dem Unbekannten und sie wissen nicht, was in den Büchern dieser Gesellschaften steht», sagte der Börsenhändler Joe Saluzzi von Themis Trading. «Die erste Reaktion in derartigen Situationen ist: verkaufen.»

Flucht in Gold

Der rasante Goldpreisanstieg zeige, wie verunsichert die Anleger seien. «Heute ist mehr Furcht vorhanden als am Montag oder Dienstag.» Dem Goldpreis hatten die Finanzmarktkrise und die Ängste an Wallstreet den höchsten Anstieg in der Geschichte beschert. Goldkontrakte für Dezember stiegen im nachbörslichen Handel in New York um 90,40 Dollar oder 11,6 Prozent auf 870,90 Dollar je Feinunze. Bereits in der regulären Sitzung hatte der Goldpreis 70 Dollar auf 850,50 Dollar zugelegt. Der bisherige Tagesrekord wurde am 29. Januar 1980 mit 64 Dollar aufgestellt. Viele Anleger flüchten in Krisenzeiten am Finanzmarkt in Gold, Silber und andere Rohstoffe als sicheren Hafen für ihre Vermögen.

Auch die lateinamerikanischen Börsen mussten am Mittwoch heftige Verluste einstecken. In der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires sackte der Aktien-Indes Merval um 5,08 Prozent ab, der Bovespa-Index im brasilianischen São Paulo rauschte sogar 6,74 Prozent in die Tiefe. Der IPC-Index in Mexiko-Stadt fiel 4,72 Prozent.

ap/sda/cpm

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