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A320-Nachfolger mit Propeller?

Airbus will den Flugzeugbau revolutionieren. So könnte ein A320- Nachfolger mit Propellern auf den Markt kommen. Eine weitere Idee ist, dass Flugzeuge als Vogelschwarm fliegen könnten, um Sprit zu sparen.

Im Vogelschwarm: Künftig könnten Flugzeuge in Gruppen fliegen, um Sprit zu sparen.
Im Vogelschwarm: Künftig könnten Flugzeuge in Gruppen fliegen, um Sprit zu sparen.
Airbus
Grüner, sauberer, ruhiger und smarter: So will Airbus ihre Flugzeuge der Zukunft bauen.
Grüner, sauberer, ruhiger und smarter: So will Airbus ihre Flugzeuge der Zukunft bauen.
Keystone
Montage eines A320: Wird der Nachfolger dieses Modells Propeller haben?
Montage eines A320: Wird der Nachfolger dieses Modells Propeller haben?
Keystone
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Noch ist der A30X von Airbus nur ein Projekt, ein offizieller Startschuss ist noch nicht gefallen. Dies berichtet die «Financial Times Deutschland» (FTD). Die Airbus-Ingenieure und -Manager würden bereits intensiv testen und darüber nachdenken, wie die neue Generation des A320 einst aussehen könnte. Der Nachfolger der bislang meistverkauften Flugzeugfamilie könnte zwischen 2020 und 2025 auf den Markt kommen. Sechs bis sieben Jahre zuvor muss entschieden werden, wofür die Entwicklungskosten von rund zehn Milliarden Dollar ausgegeben werden.

Beim A320-Nachfolger soll es sich laut FTD um ein völlig neues Flugzeugkonzept handeln. Statt wie bisher zwei Düsentriebwerke unter den Flügeln würden künftig zwei neuartige Propellermotoren im Heck das Flugzeug antreiben. Etwa 2016 könnte man den sogenannten Open-Rotor-Antrieb an einem A340-Modell in Testflügen überprüfen, wird der Chef für künftige Airbus-Programme, Christian Scherer, von der FTD zitiert. Airbus möchte dabei herausfinden, was diese treibstoffsparenden Triebwerke bringen. Als Lieferanten kämen Motorenhersteller Rolls-Royce (Grossbritannien) und Safran (Frankreich) infrage.

Vogelschwarm-Prinzip und Ein-Piloten-Cockpit

Reine Zukunftsmusik ist zurzeit die Idee der Airbus-Ingenieure, Flugzeuge in einem Verbund fliegen zu lassen – also dicht an dicht wie in einem Vogelschwarm. Durch den günstigeren Luftwiderstand könnte Treibstoff gespart werden. Im Cockpit soll zudem laut den Airbus-Ingenieuren «die Arbeit weniger werden». Dass in Kürze elektronische Flugbücher eingeführt werden, ist bereits ein Schritt in diese Richtung. Ob man damit ein Ein-Piloten-Cockpit im Visier hat, darauf gibt niemand eine klare Antwort. Fest stehe, dass die Fluggesellschaften «an geringeren Personalkosten interessiert» seien.

Eine weitere Idee zum Treibstoffsparen ist ein Elektroantrieb im Bugfahrwerk von Airbus-Fliegern. Damit könnten die Triebwerke auf den Rollwegen später angelassen und früher abgestellt werden. Um mehr neue Ideen einzuholen, wird Airbus neben Hamburg und Toulouse auch im indischen Bangalore eine Denkfabrik einrichten. «Wir müssen die asiatischen Vorstellungen über die Zukunft nutzen. Dort ist das Wachstum», zitiert FTD den Airbus-Chef Thomas Enders.

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