US-Ölmanager auf der Anklagebank

Wegen stark gestiegener Spritpreise haben sich Topmanager der grossen US-Ölkonzerne vor dem Senat verantworten müssen. Sie sollen auf Kosten der Steuerzahler Rekordgewinne einfahren, behaupten die Demokraten.

Müssen sich rechtfertigen: Rex Tillerson, CEO von Exxon, und seine Berufskollegen vor dem US-Senat.

Müssen sich rechtfertigen: Rex Tillerson, CEO von Exxon, und seine Berufskollegen vor dem US-Senat.

(Bild: Keystone)

Die Ölbosse der fünf grossen US-Ölkonzerne Chevron, Shell US, BP America, Conoco Phillips und Exxon Mobil stehen am Pranger. Demokratische Senatoren werfen ihnen vor, auf Kosten der Steuerzahler Rekordgewinne eingefahren zu haben.

Die Ölkonzerne setzten die Preise nicht allein fest, sagte Shell-Chef Marvin Odum. Der Benzinpreis ist im Autofahrerland USA im vergangenen Jahr um rund 37 Prozent gestiegen und liegt mit umgerechnet mehr als einem Dollar pro Liter auf einem Rekordstand.

Steuererleichterungen sollen gestrichen werden

Angesichts leerer öffentlicher Kassen wollen die Demokraten von Präsident Barack Obama den Ölkonzernen auch Steuererleichterung in Höhe von jährlich zwei Milliarden Dollar streichen. «Wir können und sollten das Geld besser verwenden», sagte der Ausschussvorsitzende Max Baucus.

Chevron-Chef John Watson wehrte sich gegen die «wettbewerbsfeindlichen» Pläne der Demokraten. «Bestraft unseren Industriezweig nicht dafür, dass er seine Arbeit gut macht», sagte er. Die Ölkonzerne wissen dabei die Republikaner an ihrer Seite. Der republikanische Senator Orrin Hatch warf den Demokraten vor, mit der Anhörung nur eine «Rechtfertigung für Steuererhöhungen» zu suchen.

pbe/sda

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