Gefälschte Geschäftszahlen: Hello bleibt am Boden

Die Schweizer Fluggesellschaft Hello hat Insolvenz angemeldet. Der Flugbetrieb wird per sofort eingestellt, 140 Mitarbeiter werden entlassen. Ein betrügerischer Finanzchef wurde der Firma zum Verhängnis.

Bleibt am Boden: Flieger des Typs Airbus A320 von Hello. (Archivbild)

Bleibt am Boden: Flieger des Typs Airbus A320 von Hello. (Archivbild)

(Bild: Keystone)

Die Flieger der Schweizer Charterfluggesellschaft Hello bleiben per sofort am Boden. Der Flugbetrieb ab Basel und Zürich werde per sofort eingestellt, teilte Hello am Sonntagabend mit. Betroffen sind rund 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Für einen Sozialplan sei gesorgt. Gründe für die Insolvenz seien weggefallene Grossaufträge, der immer härter werdende Konkurrenzdruck im Tourismusgeschäft, hohe Treibstoffkosten, der hohe Frankenkurs, der zur Kündigung eines Vertrages mit TUI-Deutschland geführt habe, und die Zahlungsunfähigkeit zweier französischer Grosskunden.

Betrügerischer Finanzchef

Zudem habe der ehemalige Finanzchef gefälschte Geschäftszahlen vorgelegt. Geschäftsleitung und Verwaltungsrat seien deshalb überzeugt gewesen, dass Hello über genügend Liquidität verfüge. Alle Versuche, die Fluggesellschaft kurzfristig neu zu kapitalisieren, seien nun gescheitert.

Hello betrieb eine Flotte von vier Flugzeugen des Typs Airbus A320. Die Chartergesellschaft war 2004 vom früheren Crossair-Besitzer Moritz Suter gegründet worden.

ses/sda

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