Ein Buchhändler schwimmt gegen den Strom

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Er ist die grosse Ausnahme unter den Buchhändlern: Natal Müller ist gegen die Buchpreisbindung. Er befürchtet einen Umsatzrückgang und Personalabbau.

Fürchtet die Buchpreisbindung: Buchhändler Natal Müller.
Jan Derrer@JanDerrer

Laut den Befürwortern der «Ja zum Buch»-Initiative sind die Buchhandlungen ohne Preisbindung dem Untergang geweiht. Ganz anders sieht das Natal Müller. «Im Januar stieg der Umsatz in der Buchhandlung um zehn Prozent, im Onlineshop um 50 Prozent.»

Natal Müller führt seit 2002 in der Wiler Altstadt zusammen mit seiner Frau und fünf Angestellten die Buchhandlung Adhoc. In seinem Onlineshop verkauft er neben Büchern auch PC, Software und Unterhaltungselektronik. Er ist einer der wenigen Buchhändler, die es wagen, öffentlich gegen die Buchpreisbindung Stellung zu beziehen.

Umsatzrückgang und Personalabbau

Bei der Annahme der Initiative werde sein Umsatz zurückgehen, und es drohe ein Personalabbau. «Als Buchhändler brauche ich die Freiheit, die Preise selber zu bestimmen und auf meine Kunden ausrichten zu können. Daneben braucht es viel Innovation, man muss mit der Zeit gehen.»

Mit der Zeit zu gehen, heisst für Müller, dass er die Bücher nicht nur in seinem Laden, sondern auch online anbietet und im Bereich Lehrmittel auch Grosskunden bedient. Dass er online auch PC und Software anbietet, ist für ihn kein Widerspruch zu seinem Kernangebot: «Die Kunden wollen bei uns auch andere Medien und Artikel beziehen.»

baz.ch/Newsnet

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