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5 Zeichen, dass Sie Ihren Job wechseln sollten

Viele Menschen sind nicht glücklich mit ihrer Stelle, suchen aber auch nicht aktiv eine neue. Das ist nicht immer sinnvoll.

Neue Herausforderung statt Beschäftigungstherapie: Gelangweilte sollten sich schleunigst nach einer neuen Stelle umsehen. (Bild: iStock)
Neue Herausforderung statt Beschäftigungstherapie: Gelangweilte sollten sich schleunigst nach einer neuen Stelle umsehen. (Bild: iStock)

Sie verlieren sich beim Arbeiten manchmal in Tagträumereien und stellen sich vor, Sie hätten einen ganz anderen Job. Sie fragen sich dann, ob es da draussen nicht bessere Arbeitgeber gäbe, bei denen Sie glücklicher wären als bei Ihrem jetzigen. Und Sie schieben die Träumereien immer wieder beiseite, ohne ernsthaft eine neue Stelle zu suchen.

Falls Sie sich jetzt wiedererkennen, gehören Sie zu den sogenannten passiven Stellensuchenden. Zu den Menschen also, die sich nicht aktiv um einen neuen Job bemühen, aber Alternativen – zum Beispiel ein Angebot von der Konkurrenz – ernsthaft in Betracht ziehen würden. 60 Prozent aller Angestellten gehören laut dem Karrierenetzwerk Linkedin zu dieser Gruppe. Viele von ihnen sind wahrscheinlich unglücklich mit ihrem aktuellen Arbeitsplatz, fürchten sich aber zu sehr vor Veränderungen, als dass sie sich aktiv einen neuen suchen würden.

Wer nichts lernt, sollte gehen

Doch nicht immer mache dieses Ausharren Sinn, schreibt Tomas Chamorro-Premuzic, Professor am University College London, in einem Beitrag für die Fachzeitschrift «Harvard Business Review». Er nennt fünf untrügliche Anzeichen, wann ein Angestellter nicht nur vom neuen Job träumen, sondern sich tatsächlich einen suchen sollte.

  • Er lernt nichts mehr. Studien zeigen, dass jene Jobs am glücklichsten machen, die kontinuierliches Lernen ermöglichen. Das gelte besonders für Menschen, die sich durch Neugier, Kreativität und Begeisterung fürs Lernen auszeichnen.
  • Er erbringt weniger Leistung, als er eigentlich könnte. Damit meint Chamorro-Premuzic vor allem jene Angestellte, die ihren Job so gut beherrschen, dass sie ihn auch im Schlaf erledigen könnten, quasi auf Autopilot. Das kann am Anfang durchaus entspannend sein. Wer so arbeite, büsse aber längerfristig an Vermittelbarkeit auf dem Jobmarkt ein. Darum sei es besser, sich eine Stelle zu suchen, die zu höchsten Anstrengungen antreibt.
  • Er fühlt sich unterschätzt. Auch gut bezahlte Mitarbeiter müssen das Gefühl haben, dass ihnen Wertschätzung entgegengebracht wird, besonders von ihren Vorgesetzten. Fehlt diese Wertschätzung, läuft der Angestellte eher Gefahr, ein Burn-out zu erleiden oder sich unproduktiv zu verhalten, zum Beispiel indem er öfter fehlt als eigentlich nötig.
  • Es geht ihm nur ums Geld. «Eine Stelle nur wegen des Lohns zu behalten, ist im besten Fall unbefriedigend, im schlechtesten demotivierend», sagt Chamorro-Premuzic. Viel wichtiger als extrinsische Faktoren wie das Gehalt seien intrinsische Faktoren, also Freude am Job, Neugier oder ständiges Lernen.
  • Er hasst seinen Chef. «Menschen verlassen Chefs, nicht Firmen», besagt eine Binsenweisheit aus dem Personalmanagement. Offenbar gibt es eine grosse Schnittmenge zwischen Angestellten, die ihren Job nicht gern machen, und solchen, die ihren Chef nicht mögen. 75 Prozent aller Angestellten geben laut Chamorro-Premuzic an, dass der stressigste Teil ihres Jobs ihr direkter Vorgesetzter ist.

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