Zum Hauptinhalt springen

und Weltbank Jahrestagung von IWF und Weltbank eröffnet

Washington Vor dem Hintergrund neuer Spannungen über Währungsbewertungen hat am Freitag die Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank begonnen.

Im Mittelpunkt der zweitägigen Konferenz in Washington stehen neben der Furcht vor einem Abwertungswettlauf auch die lange diskutierte Reform des Weltwährungsfonds. Die Beratungen drehen sich zudem auch um die nach wie vor bestehenden globalen Wirtschafts- Ungleichgewichte, vor allem zwischen den USA und China. Am Freitagabend treffen sich zudem die Finanzminister und Notenbankchefs der sieben führenden Industrienationen. Mit einer offiziellen Erklärung wurde aber nicht gerechnet. IWF und Weltbank hatten zuvor eine engere globale Zusammenarbeit angemahnt, um Währungsdispute nicht eskalieren zu lassen. IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn unterstrich dabei, dass seine Organisation der «richtige Ort» sei, um solche Streitigkeiten zu behandeln und Lösungen zu finden. Er schlug zudem eine «systemweite Stabilitäts- Initiative» vor, ohne aber Einzelheiten zu nennen. Der luxemburgische Ministerpräsident und Eurogruppenchef Jean- Claude Juncker erklärte auf der Tagung, der Euro sei zum Dollar überbewertet. Zugleich sei der chinesische Yuan unterbewertet. Japan forderte eine stärkere internationale Abstimmung gegen grosse Wechselkursschwankungen. Ein Wettbewerb um niedrigere Wechselkurse nütze lediglich Spekulanten an den Finanzmärkten, sagte der stellvertretende Finanzminister Fumihiko Igarashi in Washington. Japan hatte allerdings im September erstmals seit Jahren mit massiven Dollar-Käufen am Devisenmarkt interveniert, um den Höhenflug der Landeswährung Yen zu stoppen. Auch mehrere Schwellenländer griffen in jüngster Zeit verstärkt zu Massnahmen zur Abwertung der Landeswährung, um damit die eigene Wirtschaft zu stützen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch