Zum Hauptinhalt springen

UBS-Wechsel von Weder di Mauro schlägt in Deutschland hohe Wellen

Berlin Der geplante Wechsel der Ökonomin Beatrice Weder di Mauro in den UBS-Verwaltungsrat hat in Deutschland hohe Wellen geworfen.

Die Professorin scheidet aus dem exklusiven Zirkel der fünf «Wirtschaftsweisen» aus, welcher die Regierung in Berlin berät. Weder di Mauro ist seit der Gründung des Gremiums 1963 bisher die einzige Frau gewesen, die in diesem Einsitz genommen hat. «Ich habe rund acht Jahre lang mit grosser Freude meine Tätigkeit im Sachverständigenrat ausgeübt», sagte die gebürtige Baslerin mit Schweizer und italienischer Staatsbürgerschaft am Freitag. Ihre Amtszeit endet turnusgemäss am 29. Februar und die Finanzmarktexpertin stellt sich nicht mehr zur Verfügung für weitere fünf Jahre. Der deutsche Wirtschaftsminister Philipp Rösler sagte, Weder di Mauros Expertenwissen werde in Deutschland besonders in Fragen internationaler Wirtschaftsbeziehungen fehlen. Die grüne Partei verband ihr Bedauern mit einem Seitenhieb auf die Finanzbranche: «Schade, dass eine so kompetente Frau an der Spitze der Wissenschaft zu einer Bank geht», sagte der Finanzexperte der Grünen-Fraktion, Gerhard Schick. Der Chef der Wirtschaftsweisen, Wolfgang Franz, bedauert Weder di Mauros Entscheidung. «Das ist ein Schlag ins Kontor», sagte Franz zu «Handelsblatt Online». Er könne ihre Beweggründe aber verstehen, denn ein Angebot wie jenes der UBS bekomme man nicht alle Tage, sagte er. Ein neues Mitglied für den Sachverständigenrat muss nun vom deutschen Bundespräsidenten ernannt werden. Das Staatsoberhaupt hört dabei aber auf die Empfehlungen der deutschen Regierung.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch