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Trump lobt Novartis

Der US-Präsident hat sich persönlich beim Pharmakonzern für dessen Verzicht auf Preiserhöhungen bedankt.

«Vielen Dank an Novartis, dass Sie Ihre Preise für verschreibungspflichtige Medikamente nicht erhöht haben», schreibt Trump auf Twitter. Der US-Präsident während einer Sitzung im Weissen Haus. (18. Juli 2018)
«Vielen Dank an Novartis, dass Sie Ihre Preise für verschreibungspflichtige Medikamente nicht erhöht haben», schreibt Trump auf Twitter. Der US-Präsident während einer Sitzung im Weissen Haus. (18. Juli 2018)
Leah Millis, Reuters
Gleiches gelte für Pfizer.
Gleiches gelte für Pfizer.
Leah Millis, Reuters
Man sei dabei eine grossen Schritt zu machen, um die Preise für verschreibungspflichtige Medikamente zu reduzieren oder sogar «substanziell» zu senken, sagte der US-Präsident.
Man sei dabei eine grossen Schritt zu machen, um die Preise für verschreibungspflichtige Medikamente zu reduzieren oder sogar «substanziell» zu senken, sagte der US-Präsident.
Arnd Wiegmann, Reuters
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Nach der Ankündigung des Novartis-Chefs Vas Narasimhan, in diesem Jahr die Preise für Medikamente in den USA nicht zu erhöhen, bedankt sich der US-Präsident Donald Trump über Twitter persönlich beim Schweizer Pharmakonzern.

«In dem sich aktuell politisch schnell verändernden Umfeld in den USA erachten wir es als klug, die Preise dieses Jahr nicht mehr zu erhöhen», sagte Firmenchef Narasimhan am Mittwoch in einen Interview mit Reuters. Damit schliesst sich Novartis dem Mitbewerber Pfizer an, der unter dem Druck der US-Regierung ebenfalls auf eine Erhöhung der Preise verzichtete.

Nun bedankte sich US-Präsident Trump per Twitter bei den beiden Pharmakonzernen: «Vielen Dank an Novartis, dass Sie Ihre Preise für verschreibungspflichtige Medikamente nicht erhöht haben. Gleiches gilt für Pfizer.» Man sei dabei eine grossen Schritt zu machen, um die Preise für verschreibungspflichtige Medikamente zu reduzieren oder sogar «substanziell» zu senken.

Vorwürfe aus US-Senat im Fall Cohen

Novartis hatte Anfang Mai zugegeben, im Februar 2017 einen einjährigen Vertrag mit Essential Consultants, der Firma von Trumps Privatanwalt Michael Cohen, in der Höhe von über 1,2 Millionen Dollar abgeschlossen zu haben. Über das gleiche Konto waren auch die Stillschweigevereinbarungs-Zahlungen an die Porno-Darstellerin Stormy Daniels geflossen.

Das Büro des US-Sonderermittlers Robert Mueller hatte Novartis deswegen im November letzten Jahres kontaktiert. In der Folge musste Novartis-Chefjurist Felix Ehrat von seinem Amt zurücktreten.

Der Pharmakonzern soll laut einem vergangene Woche durch mehrere US-Senatoren veröffentlichten Bericht über die Zusammenarbeit mit dem Anwalt irreführende Aussagen gemacht haben. Diesem zufolge hatte Novartis ein längeres und engeres Verhältnis zu Cohen gehabt, als dies aus den bisherigen Stellungnahmen hervorging.

Empfehlungen für Medikamentenpreise

Darüber hinaus schliessen die Senatoren, dass Novartis Cohen engagiert habe, um Zugang zu Politkern in Schlüsselpositionen zu bekommen. Dabei habe Novartis den Anwalt mit Empfehlungen für Medikamentenpreise ausgestattet, heisst es in dem Dokument weiter.

Man habe Anfragen von Senatoren bekommen und mit diesen kooperiert, ist den Angaben von Novartis zu entnehmen, die auch AWP vorliegen, teilte der Pharmakonzern darauf in einer Stellungnahme mit. Ausserdem bleibt der Konzern dabei, dass man nach einem einzigen Treffen mit Cohen zum Schluss gekommen sei, dass er die erhofften Dienstleistungen nicht liefern könne.

Die einzige zusätzliche Kommunikation mit Cohen sei zustande gekommen, als Cohen sich einige Male an Jimenez gewandt habe. Bei einer dieser Gelegenheiten habe Cohen den damalige CEO um Ideen für eine niedrigere Preisgestaltung bei Medikamenten gebeten.

SDA/oli

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