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Tessiner Stromproduzent AET geht auf Schatzsuche im Mendrisiotto

Der Stromproduzent AET erkundet ab diesem Herbst den Untergrund des Südtessins.

Das Unternehmen hofft, im Mendrisiotto unterirdische Gasreserven zu finden. Diese sollen dereinst zur Energiegewinnung angezapft werden. Vorerst erstrecke sich die vom Kanton Tessin erteilte Bewilligung jedoch bloss auf eine fünfjährige seismische Untersuchung des Untergrundes, teilten die Verantwortlichen der AET am Freitag in Monte Carasso vor den Medien mit. Ab dem Spätherbst werden auf einem Testabschnitt mit den Endpunkten Serpiano im Norden und Pedrinate im Süden während zwei Jahren Sondierungen vorgenommen. Diese seien akurat geplant worden und würden für die Bevölkerung und die Umwelt keine Gefahr darstellen. Aufgrund der Geologie verspricht sich die AET im Mendrisiotto die grössten Chancen, auf ein alternatives Energiepotential zu stossen. Von dem Projekt «TiGeo» betroffen sind die Orte Meride, Tremona, Besazio, Rancate, Mendrisio, Genestrerio, Novazzano und Seseglio. Die Verantwortlichen der AET erhoffen sich ähnliche Erfolge wie in der Deutschschweiz. Sie verwiesen auf das Luzerner Entlebuch, wo 74 Millionen Kubikmeter Erdgas gefördert wurden. In Riehen bei Basel wiederum habe man eine Warmwasserquelle entdeckt, aus der pro Sekunde 25 Liter Wasser mit einer Temperatur von 65 Grad fliessen würden. Die 1958 gegründete AET - das Kürzel steht für Azienda Elettrica Ticinese - befindet sich vollumfänglich im Besitze des Kantons Tessin. Ihr gesetzlich vorgeschriebener Auftrag ist es, die Energieversorgung im Tessin zu gewährleisten.

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