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Swissmem-Direktor: «Die Margen in der Exportindustrie erodieren»

Die Preise in der Exportwirtschaft sind erneut gesunken: Gegenüber dem ersten Quartal 2010 fielen sie um 5,8 Prozent, wie die Zollverwaltung (EZV) am Dienstag mitteilte.

Die Teils markanten Preissenkungen bei Exportprodukten bereiten dem Branchenverband Swissmem zunehmend Sorgen. «Das ist ein schleichendes Thema in diesem Jahr, das nicht gerade fröhlich stimmt», sagte Swissmem-Direktor Peter Dietrich der Nachrichtenagentur SDA. «Die Margen in der Exportindustrie erodieren.» Swissmem, der Verband der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie, wies schon früher darauf hin, dass die relativ guten Exportzahlen ein falsches Bild abgeben würden. Eine abnehmende Wirtschaftsdynamik gepaart mit markanten Währungsverlusten lasse «etliche Unternehmen in die roten Zahlen rutschen, weil sie schlicht zu wenig Rendite erzielen», sagte Dietrich. Gemäss einer kürzlich publizierten Umfrage des Verbands bei MEM- Unternehmen (Maschinen, Elektro, Metall) sind bereits im letzten Jahr 28 Prozent der Unternehmen wegen der Währung in die Verlustzone abgeglitten. In gewissen Märkten seien Preiserhöhungen möglich, bei Nischenprodukten und Luxusgütern etwa, ansonsten seien die tiefen Margen kaum zu kompensieren. Erschwerend für die Unternehmen ist ausserdem, dass mit dem Euro und dem Dollar die beiden wichtigsten Währungen gegenüber dem Franken abgeschwächt werden. «Eine ausgleichende Währung gibt es nicht mehr», sagte Dietrich.

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