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Swiss nimmt dank schwerem Handgepäck viel Geld ein

Passagiere überladen immer häufiger ihr Handgepäck. Die Swiss verlangt dafür am Gate eine Gebühr von 55 Franken. Für die Airline hat diese Entwicklung auch Nachteile.

Die Billig-Kategorie Economy light kommt laut der Swiss gut an: Passagiere am Flughafen Zürich mit Handgepäck. (Archiv)
Die Billig-Kategorie Economy light kommt laut der Swiss gut an: Passagiere am Flughafen Zürich mit Handgepäck. (Archiv)
Christian Beutler, Keystone

Auf Europaflügen können Passagiere mit wenig Gepäck bei der Swiss sparen. Seit Juni bietet die Airline die Billig-Kategorie Economy light an. Der Fluggast fliegt dabei nur mit Handgepäck. Dieses darf ein Gewicht von acht Kilogramm nicht überschreiten. Wer dennoch zu viel dabei hat, bezahlt für ein zusätzliches Gepäckstück online 19 Franken. Bemerkt man das Übergewicht erst am Flughafen, wird es teurer. Am Check-in kostet die Aufgabe 35 Franken, am Gate gar 55 Franken.

Im Mitarbeitermagazin der Swiss wird das neue System als Erfolg bezeichnet, berichtet die Zeitung «Schweiz am Sonntag». Es gehöre zu den beliebtesten Kategorien bei den Passagieren. Dennoch sorgt Economy light immer wieder für Unmut. Oftmals schöpfen die Passagiere das Maximum des zulässigen Gewichts aus, immer wieder wird es gar überschritten.

Anstieg von 40 Prozent

Es kommt daher häufig vor, dass am Gate zu schwere Gepäckstücke eingesammelt und in den Frachtraum verräumt werden müssen. Laut dem Mitarbeitermagazin sei dies pro Flug bei drei bis vier Koffern der Fall. Das nachträgliche Verfrachten hat für die Swiss zwei Medaillenseiten. Einerseits werden dadurch mehr Einnahmen generiert. Rund 40 Prozent mehr Gebühren hat die Airline am Flughafen Zürich seit der Einführung von Economy light eingenommen.

Andererseits braucht das nachträgliche Verfrachten von zu schwerem Handgepäck viel Zeit. Der Boardingprozess wird dadurch verlangsamt, was zu teuren Verspätungen führen kann. «Wir erleben es oft, dass wir nicht wie geplant vom Gate wegkommen, weil nicht genügend Platz für die Koffer an Bord ist und sie erst noch in den Frachtraum verräumt werden müssen», sagts Lukas Meyer von der Pilotengewerkschaft Aeropers im November.

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