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Swiss Market Index schliesst leicht fester - Swiss Re stark

Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Donnerstag mit nur noch leichten Aufschlägen beendet.

Nach einem positiven Start und einer nochmals spürbaren Erholung um die Mittagszeit bröckelten die Kurse nach der Börseneröffnung in den USA ab. Hier schauten die Anleger nach der Präsidentenwahl vor allem skeptisch auf eine Einigung zur Vermeidung der drohenden Fiskalklippe. Zudem belasteten Meldungen, wonach die EU-Minister erst in Wochen endgültig über die nächste Hilfszahlung für Griechenland entscheiden wollen. Die Arbeitslosigkeit in Hellas stieg nach neusten Zahlen auf Rekordhoch. Das Blue Chips Barometer SMI schloss 0,24 Prozent höher bei 6713,62 Punkten. Das Tageshoch lag rund 30 Punkte darüber. Der breite Swiss Performance Index (SPI) stieg derweil 0,15 Prozent auf 6182,50 Punkte. Hierzulande wurden diverse Unternehmensergebnisse verdaut, wobei die Reaktionen sehr unterschiedlich ausfielen. Swiss Re ( 1,9 Prozent) schlossen als stärkster Wert der 30 Top-Titel. Kurz nach Handelsstart betrug das Plus zeitweise 3,3 Prozent. Der Rückversicherer erzielte im dritten Quartal einen Reingewinn von knapp 2,2 Milliarden Dollar und damit klar mehr als erwartet. Die Versicherer Swiss Life ( 0,4 Prozent), Baloise ( 0,1 Prozent) und Zurich ( 0,4 Prozent) gingen nur wenig fester aus dem Handel. Von den SMI-Schwergewichten fanden die Aktien von Novartis ( 0,8 Prozent) grössere Beachtung. Der Pharmakonzern hat einerseits am Mittwoch eine Zulassungsempfehlung in den USA für das Medikament Signifor gegen das seltene Cushing-Syndrom publiziert, andererseits die Investorengemeinde mit News zur Forschungspipeline versorgt. Demnach verfolgt der Konzern derzeit 139 Projekte mit 73 neuen Wirkstoffen. Die Anzahl der sogenannten Blockbuster - Produkte mit einem Jahresumsatz von mehr als 1 Milliarden Dollar - sollen bis 2017 auf 14 oder mehr (von 2011 nur 7) steigen. Die Titel von Roche (-0,6 Prozent) blieben zurück, während Nestlé-Aktien ( 0,5 Prozent) zulegte. Grösste Gewinner neben Swiss Re waren die Titel der Luxusgüterhersteller Swatch ( 1,7 Prozent) und Richemont ( 1,2 Prozent). Letzteres Unternehmen wird am Freitag sein Halbjahresergebnis 2012/13 präsentieren. Knapp unter den Schätzungen blieb dagegen die Swisscom (-1,6 Prozent) mit ihren Zahlen. Ausserdem hat der Telekomanbieter die Prognose für den Betriebsgewinn leicht gesenkt. Grund ist hier der kürzlich kommunizierte Stellenabbau, der die Gesellschaft 50 Millionen Franken kostet. In Analystenkommentaren wurden die Zahlen als leicht enttäuschend eingeschätzt. Ein Minus musste auch UBS (-0,2 Prozent) hinnehmen. Gegen die deutsche Niederlassung der Grossbank wird erneut wegen des Verdachts der Beihilfe zur Steuerhinterziehung ermittelt. Man kooperiere mit den Behörden, liess die Bank diesbezüglich verlauten, man habe aber keine Hinweise auf Fehlverhalten. Auch die CS-Papiere (-0,6 Prozent) notierten im Minus, dies im Gegensatz zu den Aktien der Bank Julius Bär ( 0,4 Prozent).

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