Zum Hauptinhalt springen

Südkorea grenzt Kreditvergabe der Banken ein

Seoul Südkorea zwingt die heimischen Banken wegen der hohen Verschuldung der privaten Haushalte zur Vorsorge.

Die Höhe ihrer Kredite darf die ihrer Spareinlagen künftig nicht mehr übertreffen, teilten das Finanzministerium und zwei Aufsichtsbehörden am Mittwoch mit. Diese Regel tritt bereits im Juni 2012 in Kraft und damit anderthalb Jahre früher als ursprünglich geplant. «Die Verschuldung der Privathaushalte ist handhabbar, auch wenn sie höher ist als in den meisten Industrieländern», hiess es. «Wenn das Problem aber nicht gelöst ist, birgt die hohe Haushaltsverschuldung das Risiko, Wirtschaft und Finanzmärkte zu stören.» Die Verschuldung der privaten Haushalte ist von 1999 bis 2010 um durchschnittlich 13 Prozent pro Jahr gestiegen. Sie übertrifft das verfügbare jährliche Einkommen um das Anderthalbfache. Südkorea hat bereits mehrfach gegen Finanzkrisen kämpfen müssen. 1997 schrammte das Land knapp an einer Staatspleite vorbei. Der Internationale Währungsfonds musste mit fast 60 Milliarden Dollar aushelfen. Ende 2002 gab es eine Kreditklemme.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch