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Streik bei iPhone-Lieferant Foxconn in China

San Francisco Beim Apple-Lieferanten Foxconn in China sind Menschenrechtlern zufolge am Freitag in einem Werk Tausende Arbeiter in den Streik getreten.

Dies berichtete die Menschenrechtsgruppe China Labor Watch in der Nacht zu Samstag. Durch den Ausstand sei die Produktion des neuen iPhone 5 von Apple vor Ort nahezu lahmgelegt, erklärte die Gruppe. Unter Berufung auf Werksbeschäftigte berichtete sie, 3000 bis 4000 Arbeiter hätten sich an dem Streik in dem Werk Zhengzhou in der nördlichen Provinz Henan beteiligt. Der Ausstand habe bereits am Nachmittag begonnen, erklärte die Gruppe. Erzürnt habe die Arbeiter, dass sie auch während der Feierlichkeiten zur Goldenen Woche, die seit Montag läuft, arbeiten sollten. Zudem seien die Qualitätsstandards erhöht sowie Kontrollen verschärft worden, ohne die Mitarbeiter entsprechend der neuen Anforderungen zu schulen. Es soll auch zu Handgreiflichkeiten zwischen Aufsichtspersonen und Arbeitern gekommen sein. Die Unternehmensführung habe sich taub gestellt, als sie mit den Problemen konfrontiert worden sei und nichts unternommen. Erst vor wenigen Tagen war es in dem Werk Taiyuan von Foxconn in einem Schlafsaal zu einer Massenschlägerei gekommen. Wegen der Unruhen musste die Produktion unterbrochen werden. Foxconn war in der Vergangenheit mehrfach wegen der Arbeitsbedingungen in die Kritik geraten. Für negative Schlagzeilen sorgten vor allem die Selbstmorde mehrerer Angestellter. Nach heftigen Protesten sagten Apple und Foxconn später zu, die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Die Fair Labor Association (FLA) attestierte Foxconn zuletzt Fortschritte, mahnte aber weitere Anstrengungen an.

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