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Stimmung an asiatischen Börsen rutscht in den Keller

Tokio An den asiatischen Aktienmärkten ist die Stimmung der Anleger zur Wochenmitte in den Keller gerutscht.

Die Furcht vor einer Verschlechterung der weltwirtschaftlichen Lage dominierte das Geschehen. Die Kursgewinne nach Ankündigung einer weiteren geldpolitischen Lockerung durch die US-Notenbank (Fed) von Mitte des Monats sind damit vollständig verpufft. «Trotz ausreichender Liquidität im Markt, sorgen sich die Investoren darüber, ob sich die Fundamentaldaten wirklich verbessern», sagte ein Analyst. Ein anderer Experte sagte, vor der US-Präsidentenwahl am 6. November sind Anleger zudem nicht bereit, grosse Positionen eingehen. Der Handel werde sich in engen Spannen bewegen. Der Euro sank auf knapp unter 1,29 Dollar. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index zwei Prozent schwächer bei 8906 Punkten - unter der psychologisch wichtigen Marke von 9000. Der breiter gefasste Topix-Index gab ebenfalls zwei Prozent nach auf 742 Zähler. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans verlor 0,9 Prozent und notierte damit auf den niedrigsten Stand seit 14. September. In Tokio wurde der Handel auch vom nahenden Ende der ersten Hälfte des japanischen Fiskaljahres geprägt. Viele Titel wurden zudem ohne Einberechnung der Dividende gehandelt, was die Kurse drückte. Auch gab es weitere Anzeichen dafür, dass japanische Firmen unter den Folgen des Inselstreits zwischen Japan und China leiden. So berichtete Korea Investment & Securities, der südkoreanische Autohersteller Hyundai habe im August in China Marktanteile gewonnen und damit indirekt von den Streitigkeiten profitiert. Die japanischen Autobauer dagegen hätten Rückschläge hinnehmen müssen. Hyundai-Aktien legten ein Prozent zu. Inselstreit Die Aktien von Toyota gaben gut zwei Prozent nach. Der weltgrösste Autohersteller will einem Zeitungsbericht zufolge wegen der Folgen des Inselstreits den gesamten Monat Oktober über die Produktion in China aussetzen. Zudem sollten alle Exporte von Japan nach China gestoppt werden. Damit dürfte auch Toyotas Ziel in Gefahr geraten, in diesem Jahr in China eine Million Fahrzeuge abzusetzen. Nissan will im Gemeinschaftsunternehmen in China bereits ab Donnerstag und damit drei Tage früher als bislang geplant die Produktion aussetzen. Nissan-Titel gaben um 2,6 Prozent nach.

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