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Starker Euro lässt SNB-Reserven anschwellen

Der Schweizer Franken hat im Juli gegenüber der europäischen Einheitswährung vier Prozent an Wert verloren. Bei der SNB wächst deswegen der Devisenberg.

Der Devisenberg wächst: Nationalbankpräsident Thomas Jordan vor den Medien in Bern. (Archiv)
Der Devisenberg wächst: Nationalbankpräsident Thomas Jordan vor den Medien in Bern. (Archiv)
Lukas Lehmann, Keystone

Die Fremdwährungsreserven der Schweizerischen Nationalbank (SNB) haben im vergangenen Monat deutlich zugelegt – und zwar um rund 21 Milliarden Franken. Die gegenwärtige Frankenschwäche schlägt sich auf die Bewertung der Devisenanlagen nieder. Per Ende Juli beliefen sich die Währungsreserven der SNB auf 714,3 Milliarden Franken, wie aus den aktuellen Bilanzpositionen der SNB am Montag hervorgeht. Das sind 20,6 Milliarden Franken mehr als noch im Juni.

Der Anstieg im aktuellen Berichtsmonat gehört damit zu den stärksten seit Aufhebung des Mindestkurses im Januar 2015. Allerdings sei der starke Anstieg nicht auf die Interventionstätigkeit der SNB zurückzuführen, sagt Thomas Flury, Devisenmarkt-Spezialist der Grossbank UBS.

Betrachte man die Entwicklung der Sichteinlagen bei der SNB, so seien diese aktuell rückläufig. Die wöchentlich erhobenen Sichteinlagen von Bund und Banken bei der Notenbank sanken in der vergangenen Woche leicht auf 578,6 von 579,1 Milliarden Franken.

Euro legt vier Prozent zu

Grund für den Anstieg der Devisenanlagen sei vielmehr der schwächere Franken. Nach den Wahlen in Frankreich sei die Risikoaversion des Marktes und damit die Nachfrage nach dem Franken gesunken. Die einheimische Währung verlor im Juli deutlich an Wert.

Somit sind die Fremdwährungsreserven durch die Veränderung der Wechselkurse bei der Umrechnung in Franken gestiegen. Gegenüber dem Franken legte der Euro im Berichtsmonat von 1,0930 auf 1,1377 zu (rund vier Prozent). Der US-Dollar wertete im gleichen Zeitraum von 0,9586 auf 0,9701 auf (rund ein Prozent).

SDA/mch

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