Varoufakis plant Gründung einer Europäischen Allianz

Giannis Varoufakis will eine europäische Bewegung ins Leben rufen. Dabei denkt der griechische Ex-Finanzminister über Parteigrenzen hinweg.

Neue Absichten: Griechenlands ehemaliger Finanzminister Giannis Varoufakis hat mit Europa noch nicht abgeschlossen. (21. Juli 2015)

Neue Absichten: Griechenlands ehemaliger Finanzminister Giannis Varoufakis hat mit Europa noch nicht abgeschlossen. (21. Juli 2015)

(Bild: AFP Louisa Gouliamaki)

Wie Spiegel online berichtet, überlegt Giannis Varoufakis, eine Europäische Allianz zu gründen. Dies solle keine Partei sein, sondern eine Bewegung über die Parteigrenzen hinweg, quasi ein Sammelbecken für alle, die wirklich europäisch denken und die Demokratie in Europa «vitalisieren» wollten. Auch konservative Politiker dürfen mitmachen, selbst Mitglieder von Angela Merkels CDU.

Varoufakis zeigt sich besorgt. Er glaubt, dass der Kontinent in die Hände von Antieuropäern wie Marine Le Pen fallen könnte. Der Grieche kündigte an, sich zu einem Gespräch mit dem deutschen Linken-Politiker Oskar Lafontaine verabredet zu haben. Er habe mit ihm einiges zu besprechen, erklärte er.

Varoufakis, der Anfang Juli von seinem Posten als Minister zurücktrat, zählt zum linken Flügel der in Griechenland regierenden Syriza-Partei. In der Euro-Gruppe wurde er als isoliert eingestuft. Die von Premierminister Alexis Tsipras mit den internationalen Geldgebern vereinbarten Sparmassnahmen lehnte Varoufakis ab. Im Athener Parlament votierte er in der vergangenen Woche gegen ein erstes Reformpaket. Bei weiteren Gesetzesänderungen gab er aber seine Zustimmung.

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