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Standard & Poor's hebt Athens Kreditwürdigkeit an

Eine US-Ratingagentur schätzt die Lage in Griechenland als «stabil» ein. Doch die Bonität des Landes liegt noch immer auf Ramschniveau.

Positive Signale für Griechenland: Ministerpräsident Alexis Tsipras in Athen. (8. Juni 2015)
Positive Signale für Griechenland: Ministerpräsident Alexis Tsipras in Athen. (8. Juni 2015)
Thanassis Stavrakis, Keystone

Die US-Ratingagentur Standard & Poor's hat die Kreditwürdigkeit Griechenlands um zwei Stufen auf CCC+ erhöht. Die weitere Entwicklung des Landes wurde mit «stabil» eingestuft, nachdem das hochverschuldete Euroland sich kürzlich mit den internationalen Geldgebern grundsätzlich auf ein drittes Hilfsprogramm und eine Brückenfinanzierung geeinigt hatte.

Laut der Agentur nimmt damit die Gefahr eines Ausscheidens Griechenlands aus der Eurozone ab, auch wenn das Risiko eines Grexit weiter als «hoch» eingestuft wird.

Noch immer auf Ramschniveau

Griechenland hatte am Montag 7,16 Milliarden Euro von der EU erhalten. Damit konnte Athen zwei seit dem 30. Juni und dem 13. Juli fällige Kredite von insgesamt zwei Milliarden Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) sowie 4,2 Milliarden Euro an die Europäische Zentralbank (EZB) zahlen. Laut S&P ist damit «der Zahlungsausfall des Landes bei seinen Schulden gegenüber den privaten Gläubigern in den kommenden sechs bis zwölf Monaten nicht mehr unvermeidbar».

Standard & Poor's hatte die Bonität des Landes Ende Juni von CCC auf CCC- herabgestuft, nachdem der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras überraschend ein Referendum über das Angebot der internationalen Geldgeber für weitere Hilfsleistungen angesetzt hatte. Dies entsprach einer Stufe vor dem kompletten Zahlungsausfall. Auch CCC+ liegt noch tief im sogenannten Ramschniveau und bedeutet, dass die Bonität des Landes «erhebliche Risiken» beinhaltet.

Grexit 50:50

Die Wahrscheinlichkeit eines Grexit bezifferte S&P Ende Juni mit 50 Prozent. Das Referendum wurde damals als weiterer Hinweis gewertet, dass die Regierung «der Innenpolitik Priorität vor der finanziellen und wirtschaftlichen Stabilität Griechenlands sowie vor der Begleichung seiner Schulden bei kommerziellen Gläubigern und der Mitgliedschaft in der Eurozone geben» werde.

AFP/dia

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