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Stadler-Rail-Chef Spuhler: Auslagerung ins Ausland möglich

Hält die Euroschwäche an, ist der Schienenfahrzeughersteller Stadler Rail gezwungen, Züge, die er eigentlich in der Schweiz bauen wollte, in den Werken in Polen oder Ungarn herzustellen.

Das sagte Inhaber Peter Spuhler in einem Interview mit der «Aargauer Zeitung». Die Schweizer Werke mit ihren gut 2500 Mitarbeitern seien bis Mitte 2013 gut ausgelastet, erklärte der Unternehmer und Thurgauer SVP-Nationalrat in der Freitagsausgabe der Zeitung. Doch für die Zeit danach müssten noch im laufenden Aufträge her. Gelinge das nicht, weil die Firma wegen der Frankenstärke zu teuer geworden sei, «müssten wir im schlimmsten Fall Arbeitsplätze in der Schweiz abbauen». Die Stadler-Produkte verteuerten sich innerhalb eines Jahres um einen Drittel. Spuhler begegnet dem seit November 2010 mit dem vermehrten Einkauf in der Eurozone - zulasten schweizerischer Anlieferer. Allerdings reiche das nicht. Drastische Ertragseinbussen Derzeit führt Stadler Rail gemäss Spuhler Aufträge aus, die vor zwei bis drei Jahren eingegangen sind - bei einem Eurokurs von 1,50 Franken. Weil viele Kunden in Euro zahlen, hat Stadler Rail derzeit drastische Ertragseinbussen. Ob das Unternehmen mit seinen insgesamt 4000 Mitarbeitenden damit 2011 Gewinn schreiben kann, hängt von der Währungsentwicklung ab, sagte Spuhler. Die Krise will er nicht auf dem Buckel der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter austragen. Die Entlöhnung von Grenzgängern in Euro kommt für ihn vorerst nicht in Frage. Zuerst sollen andere Möglichkeiten ausgereizt werden. Der Schweizerischen Nationalbank (SNB) - immer wieder im Kreuzfeuer der SVP-Kritik - attestiert Spuhler «endlich eine glaubwürdige Devisenmarktintervention». Diese stehe im Gegensatz zu jener vom letzten Jahr, «die massiv in die Hosen ging». Die Kehrtwende von SVP-Chefstratege Christoph Blocher gegenüber der SNB registrierte Spuhler «erfreut». Der dramatische Euro- Einbruch habe wohl auch beim Vordenker zu einem Umdenken geführt.

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