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South Stream Bulgarien lenkt im South-Stream-Projekt mit Russland ein

Sofia Nach Bedenken hat Bulgarien beim russisch- italienischen Gasprojekt South Stream eingelenkt.

Während eines Besuchs von Russlands Regierungschef Wladimir Putin am Samstag in Sofia unterzeichnete Gazprom-Chef Alexej Miller darüber zwei bilaterale Abkommen. Vorangetrieben wurde auch der Bau des Atomkraftwerkes Belene an der Donau, das von dem russischen Unternehmen Atomstroiexport errichtet werden soll. Über die South-Stream-Gaspipeline zwischen Russland und Italien soll Südeuropa künftig mit Erdgas versorgt werden. Das Projekt hat einen Wert von etwa 25 Milliarden Euro. Es gilt als Konkurrenz zur EU-unterstützten Nabucco-Pipeline, mit der Europa Erdgas aus der kaspischen Region erhalten und die Abhängigkeit von Russland verringern will. Aktivisten hatten am Vormittag in der Hauptstadt Sofia gegen Bulgariens Energieprojekte mit Russland protestiert. Sie kritisierten die Abkommen als eine «Kapitulation Bulgariens». Auf Spruchbändern standen Forderungen wie «Putin Go Home» und «Unabhängigkeit von Putins Russland». Das einstige Ostblockland ist auch nach dem EU-Beitritt 2007 im Energiebereich fast komplett von Russland abhängig. «Die Beziehungen zwischen Bulgarien und Russland sind pragmatisch», erklärte Ministerpräsident Bojko Borissow nach seinen Gesprächen mit Putin. Borissow hatte die Beteiligung des neuen EU- Landes an South Stream zusammen mit weiteren zwei Projekten mit Russland nach seinem Amtsantritt Mitte 2009 auf Eis gelegt. Beide Regierungschefs vereinbarten nach den Worten Putins, dass das technische Projekt für das Atomkraftwerk Belene bis zum Jahresende gebilligt werden soll. «Wir sind bereit, daran einen Partner aus den europäischen Staaten anzubinden», sagte Putin. Wegen der unklaren Finanzierung war der deutsche Energiekonzern RWE vor einem Jahr aus dem Belene-Projekt ausgestiegen.

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