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Sonova spricht Gewinnwarnung aus - Aktie stürzt ab

Der Hörgerätehersteller Sonova hat seine Gewinn- und Umsatzziele für das laufende Geschäftsjahr 2010/1011 nach unten korrigiert.

Der Rückruf eines Produkts und Probleme im US-Markt würden das Ergebnis belasten, meldete Sonova am Mittwoch. Insgesamt dürfte der Umsatz um 105 bis 115 Millionen Fr. schlechter ausfallen als erwartet, heisst es in der Mitteilung. Das Unternehmen erwartet dennoch einen im Vergleich zum Vorjahr leicht besseren Umsatz von 1,6 Milliarden Franken. 2009/2010 hatte er noch 1,5 Milliarden Fr. betragen. Rückruf kommt Sonova teuer zu stehen Der Rückruf eines Hörimplantats führt gemäss Mitteilung des Unternehmens zu Umsatzeinbussen von rund 65 Millionen Fr. im laufenden Geschäftsjahr. Wie stark dies den Gewinn schmälern dürfte, wollte Sonova-Sprecher Holger Schimanke auf Anfrage nicht bekannt geben. Im vergangenen November sprach Sonova von 28'000 Menschen, die sich die Hörhilfe ins Ohr implantieren liessen. Klagen seien bisher aber nicht eingegangen, sagte Schimanke weiter. Als Folge des Produktrückrufs beim US-Tochterunternehmen Advanced Bionics muss der zugehörige Goodwill in der Bilanz angepasst werden. Sonova erwartet eine Wertberichtigung in der Höhe von 150 bis 200 Millionen Franken. Diese wird im vergangenen Geschäftsjahr verbucht und belastet das laufende Jahr nicht. Zusätzlich zum Produktrückruf des Hörimplantats erwartet das Unternehmen auch im Hörgerätegeschäft rund 40 bis 50 Millionen Fr. weniger Umsatz. Das Sonova-Ergebnis wird dabei etwa von der verzögerten Einführung eines neuen Produktes in den USA belastet. Das Produkt habe die regulatorischen Hürden nun aber genommen und sei seit Ende 2010 auf dem Markt, hiess es. Verunsicherung bei den Anlegern An der Schweizer Börse geriet die Sonova-Aktie stark unter Druck. Wegen der Gewinnwarnung rutschte der Titel kurz vor Mittwoch Mittag über 19 Prozent ins Minus. Wie stark die Gewinnziele im Geschäftsjahr 2010/2011 tatsächlich verfehlt werden, erfahren die Aktionäre am 24. Mai. Der Hörgerätehersteller schliesst das Geschäftsjahr Ende März ab.

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