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SNB-Präsident gegen «Sicherheitsnetz» für Weltfinanzsystem

Nationalbank-Präsident Philipp Hildebrand ist gegen ein umfassendes «Sicherheitsnetz» für das globale Finanzsystem.

Stattdessen will sich der oberste Schweizer Währungshüter ohne revolutionären Eifer für gezielte Systemreformen einsetzen. Die Verbesserungen in der Überwachung der Staatsfinanzen vieler Länder entbinde die nationalen Entscheidungsträger nicht von ihren Pflichten, sagte Hildebrand am Dienstag gemäss Redetext in Zürich an einer Tagung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) und Internationalen Währungsfonds (IWF). «Finanzielle Verantwortung ist die grösste Herausforderung unsere Zeit.» Finanzielle Hilfe des IWF und der Zentralbanken sowie rasche geldpolitische Massnahmen hätten in der jüngsten Finanzkrise den Kollaps des Systems verhindert, rief Hildebrand in Erinnerung. Diese Hilfsprogramme auf globaler Ebene institutionalisieren will der SNB- Präsident aber nicht. Die Verlagerung von nationalen zu supranationalen Organisationen schätzt er als extrem schwierig ein. «Ich bin noch nicht überzeugt, dass ein Sicherheitsnetz für das globale Finanzsystem notwendig oder auch nur wünschenswert sei», sagte Hildebrand vor den hochkarätigen Gästen, darunter IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn und die französische Finanz- und Wirtschaftsministerin Christine Lagarde (Teilnehmer gemäss Programm). Notiz an die Redaktion: Frigo Dienstag 0830

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