Zum Hauptinhalt springen

SNB: Forderungen und Verpflichtungen stiegen 2010 erneut

Der starke Franken hatte massgeblichen Einfluss auf die Finanzierungsrechnung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) von 2010.

Unter dem Strich stiegen die Forderungen wie auch die Verpflichtungen aller inländischen Sektoren. Die Forderungen erhöhten sich zum zweiten Mal seit 2008, als die Finanzkrise sich in den SNB-Büchern niedergeschlagen hatte. Sie wuchsen um 2,15 Prozent auf insgesamt 7,614 Billionen Fr. an. Die Verpflichtungen beliefen sich 2011 auf 6,830 Billionen Franken, wie die SNB am Dienstag mitteilte. Dies ist ein Plus von 2,31 Prozent. Sowohl Forderungen als auch Verpflichtungen lagen jedoch unter dem Niveau von vor der Finanzkrise. Der Saldo daraus, die Nettofinanzvermögen, blieben gegenüber 2009 stabil. Sie stiegen um 2 Milliarden Fr. auf 786 Milliarden Franken. Die Finanzierungsrechnung 2010 sei massgeblich von der Entwicklung der Wechselkurse geprägt gewesen, heisst es. Im Jahresverlauf haben der Euro und der US-Dollar 16 respektive 10 Prozent ihres Werts gegenüber dem Franken verloren, womit die Forderungen und Verpflichtungen in den verschiedenen Sektoren beeinflusst wurden. Bei den privaten Haushalten beispielsweise habe die Währungsentwicklung den Anstieg der Forderungen und somit der Nettofinanzvermögen gedämpft. Bei der Nationalbank bewirkte sie Verluste bei den Fremdwährungsanlagen und schliesslich einen Rückgang des Eigenkapitals. Dies wiederum schlug sich auch bei den Forderungen des Staates nieder. Die gesamtwirtschaftliche Finanzierungsrechnung weist die Bestände und Veränderungen von finanziellen Forderungen und Verpflichtungen der verschiedenen Sektoren der Volkswirtschaft aus. Sie ist ein Teil des Systems volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen der Schweiz.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch