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SMI rutscht wegen Draghi und Griechenland ins Minus ab

Der Schweizer Leitindex SMI hat am Mittwoch schwächer geschlossen.

Nachdem das Börsenbarometer am Vormittag im Nachgang zur US-Präsidentenwahl auf ein neues Jahreshöchst von 6803,03 Punkten kletterte, büsste der SMI ab der Mittagszeit kontinuierlich an Terrain ein. Das Sentiment wurde in der zweiten Tageshälfte von Aussagen von EZB-Chef Mario Draghi belastet. Der oberste Währungshüter der Eurozone sagte an einer Tagung der Genossenschaftsbanken in Frankfurt, dass die deutsche Wirtschaft von der Euro-Krise zusehends beeinträchtigt werde. Ferner blickten zahlreiche Investoren mit Unbehagen nach Athen, wo die Debatte über das neue 13,5 Milliarden Euro schwere Sparprogramm begonnen hatte und noch am Mittwochabend zur Abstimmung kommen sollte. Ein «Ja» der Abgeordneten ist Voraussetzung für weitere Hilfsgelder. Auch schwache US-Börsen nach der Wahl von Barack Obama haben den Abwärtstrend am Nachmittag genährt. Ansonsten bot der Handelstag wenige Impulse aus makroökonomischer Sicht. Im Zentrum standen hierzulande vor allem Unternehmensabschlüsse. Das Blue Chips Barometer Swiss Market Index (SMI) schloss 0,71 Prozent tiefer bei 6697,63 Punkten. Der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,74 Prozent auf 6172,94 Punkte. Am schwächsten gingen die Aktien von Sonova aus dem Handel mit einem Abschlag von 3,8 Prozent. Der Hörgerätehersteller stand im Fokus der Marktbeobachter wegen vorsichtiger Aussagen der Firmenverantwortlichen des dänischen Konkurrenten William Demant, der seine Quartalszahlen publizierte. Bei den Zyklikern standen die Holcim-Titel (-2,4 Prozent) im Fokus. Der Baustoffkonzern hat die Q3-Zahlen bekannt gegeben. Das Unternehmen hat mit seinen Neunmonatszahlen die Markterwartungen auf den Stufen Umsatz und EBITDA getroffen, ist jedoch mit dem Gewinn etwas hinter den durchschnittlichen Schätzungen zurückgeblieben. Schwäche zeigten auch die Valoren des Arbeitsvermittlers Adecco (- 3,1 Prozent) nachdem das Unternehmen am Vortag die Quartalszahlen veröffentlichte und die Aktien am Dienstag reichlich Börsenapplaus erhielten. Kühne Nagel (-1,8 Prozent), Richemont (-1,2 Prozent), Swatch (-0,9 Prozent), Sika (-1,2 Prozent) und Schindler (-0,6 Prozent) standen bei den zyklischen Titeln ebenfalls auf der Verkaufsliste. Die Aktien des Pharmakonzerns Novartis (-0,4 Prozent) vermochten zunächst den Leitindex noch etwas zu stützen, gerieten aber ebenfalls in den Verkaufssog. Die Titel der Konkurrentin Roche (-0,9 Prozent) gingen ebenfalls schwächer aus dem Handel. Nestlé-Aktien (-0,2 Prozent) wurden ebenfalls verkauft. Das Unternehmen stand unter anderem im Augenmerk der Anleger wegen der Umsatzzahlen des Kosmetikherstellers L'Oréal, an dem der Schweizer Nahrungsmittelkonzern eine Beteiligung von knapp einem Drittel hält. Gesucht waren hingegen Swiss Re ( 0,5 Prozent). Der Rückversicherungskonzern wird am Donnerstag seine Q3-Zahlen vorlegen. Die Aktien profitierten vom Quartalsabschluss des Konkurrenten Munich Re, der als «sehr stark» gelobt wurde.

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