Zum Hauptinhalt springen

Sklerose Chef von Merck Serono kritisiert die Arzneimittelbehörden

Der Präsident von Merck Serono, Elmar Schnee, bedauert die «konservative Sicht» der Arzneimittelbehörden Europas und der USA.

Diese hatten ein Medikament des Pharmaunternehmens zur Behandlung der Multiplen Sklerose abgelehnt. Die Arzneimittelbehörden wollten keine Risiken mehr eingehen, was zulasten der Effizienz gehe, sagte Schnee in einem Interview mit der Zeitung «Le Temps» vom Samstag. Die rigorose Haltung hätte dazu beigetragen, dass sich die Kosten für die Entwicklung von Medikamenten in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt hätten. Der Präsident von Merck Serono ist der Ansicht, den Ärzten und den Patienten müsste mehr Gehör geschenkt werden. Sie seien am besten in der Lage, das «Gleichgewicht zwischen therapeutischem Nutzen und den Nebenwirkungen zu beurteilen». Der Zulassungsantrag für Cladribin, ein Medikament des Genfer Biotech-Unternehmens zur oralen Behandlung der Multiplen Sklerose, war von der Arzneimittelbehörde der USA im Jahr 2009 zurückgewiesen worden. Später hatte auch die europäische Arzneimittelbehörde negativ geurteilt. In Russland und Australien ist Cladribin hingegen zugelassen worden. Dabei seien die Aufnahmekriterien in diesen Ländern ebenso streng wie in Europa und in den USA, sagte Schnee weiter. Schnee strich zudem die klinischen Studien zu Cladribin heraus. Ein Viertel der Multiple-Sklerose-Patienten liessen sich nicht behandeln, weil sie die Injektionen ablehnen würden. Cladribin würde nur während 10 Tagen pro Jahr zu Einschränkungen führen, unterstrich Schnee.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch