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Situation der KV-Lehrabgänger nur teilweise besser

Bei den diesjährigen KV-Lehrabgängerinnen und - Lehrabgängern hat sich die Lage zum Teil entspannt.

Allerdings sind immer noch 11 Prozent ohne Stelle. Zudem nimmt der Anteil der befristeten Anstellungen zu. Laut einer Umfrage des Verbandes KV Schweiz haben rund 30 Prozent nur eine befristete Stelle erhalten. Meist handelt es sich um Arbeitsverträge beim früheren Lehrbetrieb. «Die Tendenz, dass offenbar immer mehr Jugendliche den Einstieg in die Berufswelt nur über eine Behelfslösung finden, ist alarmierend», heisst es in der am Montag veröffentlichten Studie. Eine feste Stelle haben bis November 83 Prozent der rund 10'000 KV-Lehrabgänger erhalten. Im Juli bei Lehrabschluss waren es erst 67 Prozent gewesen. Knapp 6 Prozent haben einen Praktikumsplatz gefunden. Allerdings würden mit schlechter entlöhnten Praktika die Jugendlichen oft ausgenützt - hier müsse die Bewilligungspraxis überprüft werden, fordert der Verband. Von den rund 11 Prozent Stellenlosen sind die meisten bei einem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) angemeldet. Einige absolvieren wohl zum Teil gezwungenermassen einen Sprachaufenthalt oder eine erste Weiterbildung, wie KV Schweiz schreibt. Der Anteil der Stellenlosen und der Praktikanten habe sich im Jahresvergleich trotz besserer Wirtschaftsaussichten kaum verändert. Lohndiskriminierung von Frauen Der KV Schweiz fordert auch eine neue breite Diskussion in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zur lohnmässigen Diskriminierung von Frauen. Denn bei den jungen Kaufleuten verdienten 20 Prozent der Männer auf Vollzeit gerechnet über 4200 Franken pro Monat, während nur 13 Prozent der Frauen diese Schwelle überschreiten. «Da dasselbe Wissen und dieselbe Berufserfahrung vorliegen, können die Unterschiede nur mit der Diskriminierung der Frau erklärt werden», schreibt der KV Schweiz. Dabei sei nicht entscheidend, wer in welchen Branchen angestellt werde, sagte Andrea Ruckstuhl, Ressortleiter Jugend beim KV Schweiz, auf Anfrage. Vielmehr gingen Männer mit höheren Lohnforderungen und forscher in die Anstellungsgespräche. Der Verband befragte für die regelmässig durchgeführte Studie im Juli gut 1900 KV-Lehrabgänger, an der Zweitbefragung im November beteiligten sich 1035 Personen.

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