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Schwyzer Staatsanwalt erhebt Anklage gegen Vermögensverwalter

Die Schwyzer Staatsanwaltschaft hat gegen drei Verantwortliche einer Investmentfirma wegen gewerbsmässigen Betrugs und wegen Gehilfenschaft dazu Anklage erhoben.

Die drei sollen mit Scheindevisengeschäften Kunden um 67 Millionen Franken betrogen haben. Wie das Schwyzer Büro für Wirtschaftsdelikte am Montag mitteilte, geht es um den früheren Eigentümer der heute in Liquidation stehenden IPCO Investment AG in Pfäffikon und zwei weitere Personen. Die Eidgenössische Bankenkommission hatte im Oktober 2005 den Konkurs über das Unternehmen eröffnet. Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft hatte die IPCO von 1997 bis 2004 von rund 650 Kunden zirka 125 Millionen Franken entgegengenommen. Den Kunden gaukelten die Vermögensverwalter Devisengeschäfte vor. Die Geschäfte und die angeblich erzielten Renditen waren gemäss Staatsanwaltschaft fiktiv. Die Rückzahlungen an die Kunden wurden über neue Einlagen von Kunden, also über das sogenannte Schneeballsystem, finanziert. Nach einer Strafanzeige 2004 setzte sich der nun angeklagte frühere Eigentümer der IPCO nach Brasilien ab. Dort wurde er zwar noch im gleichen Jahr verhaftet. Er wurde unter Hausarrest gesetzt und konnte 2007 untertauchen. 2008 stellte er sich in Argentinien und wurde an die Schweiz ausgeliefert. Der Konkursliquidator erstellte einen Kollokationsplan. Er beziffert die Ausfälle der IPCO-Kunden auf 67 Millionen Franken. Die Konkursdividende dürfte zwischen 2,5 und 4 Prozent liegen.

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