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Schweizer Skigebiete fürchten ausländische Konkurrenz

Skiregionen sehen sich gezwungen, auch während der wärmeren Jahreshälfte nach Umsatzmöglichkeiten zu suchen. Schneemangel ist bei weitem nicht die einzige Problematik, welche die Bergbahnen beschäftigt.

Sind durch die zunehmend schlechten Schneeverhältnisse gebeutelt: Skigebiete wie Brigels GR.
Sind durch die zunehmend schlechten Schneeverhältnisse gebeutelt: Skigebiete wie Brigels GR.
Keystone

Gemäss einer Studie vom Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte wird das Sommerangebot für viele Wintersportorte immer mehr zu einem wirtschaftlichen Faktor.

65 Prozent der 50 befragten Bergbahnen wollen in den Sommermonaten ihre Dienste anbieten. Mehr als ein Drittel der Seilbahnunternehmen gaben an, dass der Sommertourismus bereits heute über 20 Prozent des Ertrags ausmacht, in Einzelfällen sogar über 50 Prozent.

Zusammenschlüsse sollen die Kosten senken

Kooperationen mit anderen Skigebieten wird von 58 Prozent der Befragten in Betracht gezogen. Ganze 70 Prozent der Seilbahnunternehmen sehen in Partnerschaften mit anderen Bahnbetreibern gar einen deutlichen Wettbewerbsvorteil. So könnten Partnergebiete Einrichtungen teilen, gemeinsam werben und somit die Kosten erheblich senken.

Schliesslich wird auch Preiserhöhungen bei den Skipässen bei mehr als der Hälfte der Unternehmen als Faktor für eine Umsatzsteigerung ins Auge gefasst.

Herausforderungen an verschiedenen Fronten

Geht es um die Probleme, die in den kommenden Jahren auf die Bergbahnen zukommen könnten, sprechen die Zahlen der Befragung eine deutliche Sprache. Rund 41 Prozent der Skiregionen fürchten sich vor vermehrtem Schneemangel. Noch mehr Gebiete, nämlich 62 Prozent, sehen ihre grösste Herausforderung in den strengen gesetzlichen Auflagen. Damit verbunden befürchten viele nämlich einen Anstieg der Unterhaltskosten.

Weiter sehen 57 Prozent der Befragten den starken Schweizer Franken als Risiko für ihre Region. Hier zeichnen sich in der Deloitte-Studie aber regionale Unterschiede ab: Ausländische Touristen besuchten in der Schweiz tendenziell eher die grösseren Skigebiete. Die Kunden kleinerer Regionen stammten hingegen vorwiegend aus der näheren Umgebung und seien damit von Währungsschwankungen nicht betroffen.

Ein steter Konkurrenzkampf

Dagegen erachten nur 28 Prozent die ausländischen Mitbewerber als echte Konkurrenz. Allerdings gilt es hier zu differenzieren: Bei fast 60 der Unternehmen mit einem Umsatz von über 2 Millionen Franken, gilt der Kampf mit ausländischen Skigebieten um Marktanteile als grösste Herausforderung.

Mit rund 28 Millionen Skifahrertagen pro Saison gehört die Schweiz zu den fünf grössten Wintersportdestinationen der Welt.

SDA/kpn

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