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Schweizer ist neuer Direktor der Finanzaufsicht im Vatikan

Vatikanstadt Der Vatikan will sich verstärkt im Kampf gegen Geldwäsche engagieren.

Der Kleinstaat hat den Schweizer Experten Rene Brülhart zum neuen Direktor der vatikanischen Finanzaufsicht AIF ernannt. Brülhart ersetzt Rechtsanwalt Francesco De Pasquale, der dem AIF- Rat beitritt, gab AIF-Präsident, Kardinal Attilio Nicora, am Mittwoch bekannt. Der 40-jährige Freiburger Brülhart, der acht Jahre lang Leiter der Financial Intelligence Unit (FIU) der liechtensteinischen Meldestelle zur Bekämpfung von Geldwäsche war, arbeitete bereits seit September als Berater des Kirchenstaates im Kampf gegen Geldwäsche und die Finanzierung von Terrorismus. Neben der konsequenten Aufarbeitung von prominenten Fälle wie der Rückführung von irakischen Vermögenswerten oder die Aufdeckung des Siemens-Skandals 2006 hat sich die FIU unter Brülharts Leitung insbesondere um die entsprechende Sensibilisierung im Bereich der Geldwäschebekämpfung eingesetzt. Benedikt XVI. hatte die AIF 2010 per Erlass gegründet, um die Finanzgeschäfte des Vatikan, insbesondere der Vatikanbank IOR, transparenter zu machen und internationalen Standards anzupassen. Die Massnahme soll ein aktiver Schritt gegen Geldwäsche, Korruption und Finanzierung von Terrorismus sein, hiess es damals. Der Vatikan ist schon seit Monaten bemüht, mehr Transparenz in seinem Finanzsystem zu sichern und ein effizienteres System zur Bekämpfung der Geldwäsche aufzubauen. So erhielt der Vatikan im Juli vom Expertenkomitee des Europarats «Moneyval» ein positives Zeugnis über die Transparenz seiner Geldgeschäfte.

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