Zum Hauptinhalt springen

Schweiz bildet ihre Leute weltweit am besten aus

In einem WEF-Index, welcher diverse Aspekte des Arbeitsmarkts gewichtet, wird die Schweiz hinter zwei skandinavischen Ländern aufgelistet. In einem Punkt sind wir aber Weltmeister.

2013 stand die Schweiz noch an erster Stelle des WEF-Berichts: Vorlesung an der Universität Zürich. (Archivbild)
2013 stand die Schweiz noch an erster Stelle des WEF-Berichts: Vorlesung an der Universität Zürich. (Archivbild)
Gaetan Bally, Keystone

Die Schweiz hat gemäss einer Studie des WEF weltweit das beste Bildungssystem. Doch bei einem Index, der diverse Aspekte des Arbeitsmarkts gewichtet, kommt die Schweiz insgesamt nur auf Platz drei.

Beim Jahresindex der Organisation des Humankapitals kommt die Schweiz auf Platz drei hinter Finnland und Norwegen, wie das Weltwirtschaftsforum (WEF) am Dienstag mitteilte.

Am besten steht die Schweiz aber da bei einzelnen Aspekten, die in den Index einfliessen. So ist sie bei der Personalausbildung die Nummer eins, heisst es in dem im chinesischen Tianjin am Sommer-Davos präsentierten Bericht. Dritte wird die Schweiz aber bei der wirtschaftlichen Komplexität und den hochqualifizierten Stellen. Die Vielfalt der Kompetenzen wird ebenfalls hervorgehoben.

2013 war die Schweiz noch an erster Stelle

Die Schweiz stand 2013 bei der ersten Ausgabe des Berichts noch an erster Stelle. Wie 2015 wurde sie auch dieses Jahr von den beiden skandinavischen Ländern überholt. Der Jahresindex berücksichtigt zehn Teilindikatoren.

Einige Faktoren wertet das WEF als Flecken im Reinheft. So liegt die Schweiz etwa die Beschäftigung der über 65-Jährigen auf dem 85. Rang. Allerdings kann das auch als Hinweis auf einen Wohlstand gedeutet werden, sind doch Ältere nicht zur Arbeit gezwungen.

Potential nicht ausgeschöpft

Im weiteren konstatiert der Bericht, dass die Wirtschaft weltweit einen Drittel des Potenzials der Bevölkerung nicht ausschöpft. Hauptgründe sind vor allem Bildungsmängel und mangelnde Ausnützung von Kompetenzen.

Von 130 Ländern nutzen fünf lediglich 50 Prozent der Kapazitäten ihrer Einwohner. Die Schweiz gehört zu jenen 19 Ländern, die auf eine Quote von über 80 Prozent kommen.

Erziehungseinrichtungen, also Schulen und Universitäten, und Arbeitgeber sollten sich dieser Probleme in Zeiten des Industriewandels und kriselnder Führungssysteme annehmen, heisst es in dem Bericht. Die nötigen Anpassungen seien unabdingbar für Wachstum und soziale Sicherheit, erklärte WEF-Präsident Klaus Schwab.

SDA/chk

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch