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Schaffhauser Uhrenfirma Moser & Cie. erhält frisches Geld

Die defizitäre Schaffhauser Uhrenfirma H.

Moser & Cie. erhält frisches Geld. Der klangvolle Name des 2005 wiederbelebten Traditionshersteller von Luxusuhren überzeugte neue Investoren, obwohl das Unternehmen bisher nur Verluste geschrieben hat. Der finanzielle Neustart der Firma bedeutet für die bisherigen Aktionäre den Verlust ihrer Einlagen, wie Firmenchef Christof Zuber der Nachrichtenagentur sda sagte. Er bestätigte damit Angaben aus einem Bericht der «NZZ am Sonntag». Auch die Hausbank verzichtet auf einen grossen Teil ihrer gesprochenen Kredite. Der Name Moser in Verbindung mit der Uhrenherstellung in Schaffhausen geht auf das 18. Jahrhundert zurück. Die Firma entstand als Hersteller von exklusiven Produkten vor sieben Jahren neu und verstand sich als Start-up-Unternehmen. Geschäftsführer Zuber, der Moser seit dem vergangenem Februar führt, beschreibt das Unternehmen in seiner heutigen Lage offen als Sanierungsfall. «Wenn Sie in sieben Jahren kein Geld verdienen, kann man nicht mehr von einem Start-up reden. Wir haben hier ein Problem», sagte er der sda. Produkte haben guten Ruf Als Chance für Moser sieht der Geschäftsführer nach seinen Worten «hervorragende» Positionierung der Uhren und den guten Ruf, welche die Produkte geniessen. Auch die Distribution laufe gut, sagte Zuber. Etwa die Hälfte des Umsatzes der Firma komme aus dem Boommarkt Asien. Das Problem der Firma liegt auf der betriebswirtschaftlichen Seite, wie Zuber, der unter anderem früher die Migros-Reisetochter Hotelplan führte, weiter sagte. Um rentabel zu arbeiten, hätte die Manufaktur im vergangenen Jahr etwa 2500 Uhren verkaufen müssen. Der Absatz 2011 betrug indessen 1200 Erzeugnisse. Investoren wollen ungenannt bleiben Die Verluste wurden bisher von den Investoren gedeckt. Besonders engagierte sich dabei der Basler Medizinaltechnikunternehmer Thomas Straumann, der nun nicht mehr ohne weiteres bereit ist, Geld einzuschiessen. Straumann hielt bisher die Mehrheit am Unternehmen. Der Basler Milliardär bleibt auch nach dem finanziellen Neustart am Unternehmen beteiligt, aber zu einem geringeren Grad als bisher. Die neu gewonnenen Investoren wollten nicht genannt werden, sagte Firmenchef Zuber. Mit der Unterstützung dieser Geldgeber will Zuber die Probleme überwinden. Die 75 Mitarbeiter der Firma in Neuhausen SH und an einem Standort in Süddeutschland behalten ihre Stellen. Dem Uhrenmanager Jürgen Lange, der das Unternehmen 2005 wiedergründete und fortan leitete, hat der Verwaltungsrat inzwischen gekündigt.

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