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SBB sucht Whistleblower

Die SBB hat Strafanzeige eingereicht, um die Weitergabe eines vertraulichen Dokuments an das Schweizer Fernsehens zu klären. Hintergrund ist ein Streit um Millionen.

Die SBB und Bombardier streiten sich um Millionen: Die Auslieferung der neuen Doppelstockzüge wurde auf 2015 verschoben.
Die SBB und Bombardier streiten sich um Millionen: Die Auslieferung der neuen Doppelstockzüge wurde auf 2015 verschoben.
Keystone

SBB-Sprecherin Lea Meyer bestätigte heute einen Bericht der «NZZ am Sonntag». «Wir haben Strafanzeige gegen unbekannte Täterschaft wegen Verletzung von Geschäfts- und Fabrikationsgeheimnissen bei der Staatsanwaltschaft Zürich eingereicht», sagte Meyer weiter.

Züge zu spät geliefert

Die «Rundschau» hatte am 22. Januar aufgrund eines vertraulichen Dokuments darüber berichtet, dass Bombardier von der SBB 326 Millionen Franken Entschädigung fordere. Bombardier habe eine stetige Einmischung und veränderte Anforderungen der SBB für die Verspätung bei der Herstellung der 59 neuen, 1,9 Milliarden Franken teuren Doppelstockzüge geltend gemacht.

Die erste Auslieferung der neuen Doppelstockzüge war ursprünglich für Ende 2013 geplant gewesen, wurde jedoch später auf 2015 verschoben. SBB-Verwaltungsratspräsident Ulrich Gygi sagte Ende März, dass Bombardier zugesichert habe, noch dieses Jahr Testzüge zu liefern. Auch das Unternehmen habe ein Interesse daran, dass die neuen Züge so schnell als möglich eingesetzt werden könnten und wolle bei den späteren Lieferungen den Produktionsrückstand wettmachen, sagte Gygi.

SDA/ldc

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