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SAirGroup-Gläubiger erhalten eine weitere Tranche

Mehr als zehn Jahre nach dem Grounding der Swissair, erhalten weitere Gläubiger Geld aus deren Nachlass.

Insgesamt wird eine Tranche von rund 317'000 Franken ausbezahlt. Seit der ersten Abschlagszahlung im April 2008 hätten 34 Gläubiger nachträglich Forderungen angemeldet, die in der Zwischenzeit beurteilt werden konnten, schreibt der für den Nachlass der Konkurs gegangenen Swissair Gruppe zuständigen Liquidator, Karl Wüthrich, am Mittwoch in einem Gläubigerzirkular. Einerseits enthalte die jetzige Tranche zwei Forderungen über 69'216 Franken in der dritten Klasse, welche in der ursprünglichen Verteilungsliste nicht enthalten gewesen waren. Andererseits erhielten 25 Gläubiger der ersten Klasse eine Abschlagszahlung von total 247'719 Franken, ist dem Zirkular zu entnehmen. Ihre privilegierten Forderungen wurden vom Liquidator und dem Gläubigerausschuss nachträglich anerkannt. 2008 ging man davon aus, dass die Gläubiger der ersten und zweiten Klasse - Angestellte und Sozialversicherungen - vollständig ausbezahlt wurden. Damals hatte der Liquidator das Gesamtvolumen der ersten Abschlagszahlung auf 535 Millionen Fr. beziffert. Gläubiger der ersten und zweiten Klasse erhalten 100 Prozent ihrer Forderungen zurück. Drittklass-Gläubiger müssen warten Gläubiger der dritten Klasse können mit einer zweiten Abschlagszahlung bis auf weiteres nicht rechnen. Der Grund liegt darin, dass bei der Abrechnung des Bundesdarlehens zwischen der Eidgenössischen Finanzkontrolle und dem Liquidator in wesentlichen Punkten Differenzen in der Vertragsauslegung bestünden, wie es heisst. Der Bund hatte nach dem Grounding im Oktober 2001 der Swissair Darlehen über 1,45 Milliarden Fr. zur Weiterführung eines reduziertes Streckennetzes gewährt. Allein für die Abrechnung dieses Darlehens müsse eine Rückstellung von 350 Millionen Fr. vorgenommen werden. Solange nun unklar sei, wie viel dem Bund zurückgezahlt werden müsse, könnten keine Forderungen der Drittklass-Gläubiger beglichen werden, heisst es auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Jene Gläubiger erhielten in der ersten Auszahlung 2 Prozent ihres Geldes zurück. Maximal können sie gemäss dem Liquidator mit 15 Prozent, minimal mit 11,9 Prozent rechnen.

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