Zum Hauptinhalt springen

Russland will Euro-Rettungsschirm nicht direkt stützen

Moskau Russland hat einer direkten Stützung des Euro-Rettungsschirms EFSF eine Absage erteilt.

Der russische Aussenminister Sergej Lawrow sagte am Montag beim Besuch von IWF- Chefin Christine Lagarde, Russland bevorzuge es, wenn der Internationale Währungsfonds die Hilfen steuere. Dies sei gemeinsame Position seines Landes und der übrigen sogenannten BRICS-Staaten, zu denen noch Brasilien, Indien, China und Südafrika gehören. «Unsere Länder sind bereit, sich an gemeinsamen Anstrengungen zu beteiligen. Dazu gehört auch die Bereitstellung von Kreditmitteln nach den Regeln und Wegen, die der IWF anwendet», sagte Lawrow. Im Gegenzug forderten die Kreditgeber eine weitreichende Reform des IWF. Russland ist weltweit das Land mit den drittgrössten Währungsreserven. Einer der Kernbeschlüsse des Euro-Gipfels war, mit zwei unterschiedlichen Hebelinstrumenten die finanzielle Schlagkraft des EFSF auf rund eine Billion Euro zu erhöhen. Der Fonds hat derzeit für neue Hilfen noch ein Kreditvolumen von 275 Milliarden Euro zur Verfügung. Diese Mittel sollen nun aber so eingesetzt werden, dass damit private Investoren - und zwar private wie staatliche - gewonnen werden. Dabei liegt das besondere Augenmerk auf finanzkräftigen Staatsfonds, wie etwa aus China oder Singapur, aber eben auch auf Russland.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch