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Russland verhängt wegen Hitze und Bränden Exportverbot für Getreide

Moskau Wegen der schweren Dürre und der verheerenden Waldbrände hat Russland ab dem 15.

August den Export von Getreide und Getreideprodukten verboten. Die Regelung gilt bis am 1. Dezember, wie ein Sprecher von Regierungschef Wladimir Putin am Donnerstag in Moskau mitteilte. Russland ist einer der weltgrössten Exporteure von Weizen. Wegen des Lieferstopps erwarten Experten nun Turbulenzen auf den internationalen Getreidemärkten. Analysten in Moskau hatten vor einem Exportverbot gewarnt, weil Russland so seine hart erkämpfte Position auf den Märkten einbüssen könnte. Wegen der extremen Trockenheit hatte Moskau die Prognose für die Getreideernte bereits deutlich nach unten korrigiert. Die russische Regierung rechnet inzwischen nur noch mit einer Ernte von 70 bis 75 Millionen Tonnen Weizen. 2009 hatte Russland noch eine Rekordernte von 97 Millionen Tonnen des Getreides eingefahren, für dieses Jahr waren bislang rund 85 Tonnen vorausgesagt worden. Zu Wochenbeginn stieg deshalb der Weizen- Preis an der europäischen Warenterminbörse Matif in Paris mit über 200 Euro pro Tonne auf ein Zwei-Jahres-Hoch. Die von den massiven Ernteausfällen betroffenen Bauern sollen Subventionen in der Höhe von rund zehn Milliarden Rubel (350 Millionen Franken) und Darlehen in Höhe von 25 Milliarden Rubel erhalten, wie Putin weiter sagte. Zudem würden Getreidevorräte aus einem Reservefonds ohne Auktionen auf den Markt geschüttet. Damit solle die bereits begonnene Preisexplosion bei den Lebensmitteln eingedämmt werden. Die Preise etwa für Mehl und Buchweizen sind wegen der Dürre- und Brandkatastrophe schon um etwa 15 Prozent gestiegen. Notiz an die Redaktion: folgt mehr

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