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Rohstoffe Komplizierte Xstrata-Abstimmung über Fusion und Boni

Bei der Abstimmung der Xstrata-Aktionäre über die Fusion mit Glencore geht es auch um ein Bonus-Programm.

Die Halteprämien für etwa 70 Manager des britisch-schweizerischen Bergbaukonzerns von 144 Millionen Pfund (216 Millionen Fr.) sind umstritten. Der Xstrata-Verwaltungsrat unter Sir John Bond will mit diesen Summen verhindern, dass eine grössere Zahl an Führungskräften nach der Fusion geht. Hintergrund dieser Befürchtung ist, dass der bisherige Glencore-Chef Ivan Glasenberg der starke Mann im fusionierten Rohstoff-Bergbau-Konzern sein wird. Xstrata-Chef Mick Davis soll den Chefposten nur während sechs Monaten bekleiden. Die Vergütungspläne haben allerdings die Kritik einiger grosser Aktionäre wie dem Londoner Lebensversicherer Standard Life hervorgerufen. Der britische Finanzkonzern will dagegen stimmen. Xstrata-Aktionär Katar will sich aus Rücksicht auf die «Sensibilitäten» in Grossbritannien der Stimme enthalten. In Zug stimmen die Aktionäre indessen drei mal ab. Erst geht es um die Fusion mit dem Bonusprogramm, wo drei Viertel zustimmen müssen. Eine Fusion ohne Halteprämien, die zweite Resolution, braucht ebenfalls 75 Prozent der Stimmen. Dann folgt die dritte Abstimmung, in der es nur um die Boni geht. Darin müssen die Aktionäre noch einmal entscheiden, ob sie für oder gegen die Boni durchführen sind. Dabei braucht es dann nur noch eine Zustimmung von über 50 Prozent. Für die Fusion mit Vergütungsprogramm braucht es somit die Zustimmung zu den Traktanden Eins und Drei. Eine Besonderheit der Generalversammlung ist, dass Xstrata-Grossaktionär Glencore, mit 34 Prozent am Minenkonzern beteiligt, nicht abstimmen darf. Deswegen und weil Katar sich der Stimme enthält, reichen 27 Prozent der Stimmen aus, um den Vergütungsplan zum Scheitern zu bringen.

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