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Rohstoffe Glencore-Aktionäre stimmen Milliarden-Fusion mit Xstrata zu 99,42 Prozent der Aktionärsstimmen für Fusion gesammelt

Die Aktionäre des Rohstoffgiganten Glencore haben erwartungsgemäss der geplanten Fusion mit dem Minenkonzern Xstrata zugestimmt.

Der Milliardendeal muss am Nachmittag auch von den Xstrata-Aktionären genehmigt werden. Treibende Kraft hinter den Fusionsplänen sind Glencore und der Chef des Konzerns, Ivan Glasenberg. «Glencore Xstrata plc», wie der neue Konzern heissen soll, wäre einer der grössten Rohstoff- und Bergbaukonzerne der Welt und würde die ganze Wertschöpfungskette von der Förderung bis zum Verkauf von Minenprodukten abdecken. Der Beschluss zur Fusion fand die Zustimmung von 99,42 Prozent der Aktionärsstimmen, während der Entscheid, den Firmennamen zu ändern, auf 97,17 Prozent Zustimmung stiess. Glencore bietet den Xstrata-Aktionären 3,05 eigene Aktien zum Tausch an. Der Rohstoffkonzern hatte im September ein anfängliches Angebot wegen unzufriedener Xstrata-Aktionäre von 2,8 Aktien aufbessern müssen. Das Geschäft ist je nach Börsenwert über 30 Milliarden Dollar schwer. Am Nachmittag stimmen die Xstrata-Aktionäre ebenfalls in Zug über die Fusion ab. Nachdem das Golfemirat Katar, mit einem 12-Prozent- Anteil ein wichtiger Aktionär, im Vorfeld Bedenken über den Zusammenschluss aufgegeben hat, gilt eine Zustimmung als wahrscheinlich. Zudem muss ein umstrittenens Boni-Programm für Xstrata-Topmanager das Votum der Aktionäre passieren. Katar hat die Kritik gegen dieses Programm vor einigen Tagen fallengelassen. Glencore selbst ist zu 34 Prozent selbst an Xstrata beteiligt, darf aber an der Generalversammlung nicht abstimmen. Wenn der Fusionsplan die Zustimmung der Xstrata-Aktionäre findet, müssen immer noch Wettbewerbsbehörden zustimmen. Die EU-Kommission will sich am Donnerstag äussern. Ein Wort mitzureden hat aber auch China, der grösste Abnehmer von Rohstoffen weltweit. Vor den Toren des Zuger Casino-Theaters, wo die beiden Generalversammlungen stattfinden, versammelten sich Demonstranten. Glencore und Xstrata stehen regelmässig in der Kritik von Menschenrechtsorganisationen, die den Konzernen vorwerfen, in den Abbauländern Afrikas oder Lateinamerikas Menschenrechte zu missachten und die Umwelt zu verschmutzen.

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