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Rieter Rieter - in 200 Jahren vom Gewürzladen zum Mischkonzern Hintergrund

Das Traditionsunternehmen Rieter hat sich in über 200 Jahren von einer kleinen Gewürz- und Baumwollhandlung zu einem multinationalen Mischkonzern entwickelt.

In der Firmengeschichte lösten sich Phasen der Diversifikation und der Konzentration ab. Johann Jacob Rieter eröffnete 1795 in Winterthur ein Handelsgeschäft für Baumwoll- und Gewürzimport. Napoleons Kontinentalsperre, die die Einfuhr von britischen Textilien verhinderte, veranlasste Rieter ab 1812 eigene Spinnereien in Winterthur und Töss zu gründen. Mit dem Wachstum des Spinnereibetriebes ging ein Ausbau der angegliederten Maschinenwerkstätte einher. Anfänglich stellte diese nur Textilmaschinen und Zubehör her. Im Laufe des 19. Jahrhunderts weitete Rieter die Produktion auf Turbinen, Werkzeugmaschinen, Generatoren, Motoren, Lokomotiven, Trams, Gewehre und Brücken aus. 1852 erstellte Rieter die erste Arbeitersiedlung in der Schweiz. 1891 wurde das Familienunternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Im ersten Weltkrieg, 1915, konzentrierte sich Rieter wieder auf den Spinnereimaschinenbau. 1931 stieg das Unternehmen in den Chemiefaserbereich ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg expandierte es ins Ausland, 1951 in die USA und 1966 nach Indien. Durch die Übernahme des schweizerischen Autozulieferers Unikeller (ab 1995 Rieter Automotive Systems) 1984 stieg Rieter in die Autoindustrie ein. Nach einer Krise in den Neunziger Jahren erfolgten weitere Übernahmen im Ausland in der Auto-, Textilmaschinen- und Gerätebau-Branche. Nach der Wirtschaftskrise 2008/09, die schwere Einbussen und einen massiven Stellenabbau gebracht hatte, konnte sich der Konzern letztes Jahr wieder fangen. Mit der jüngsten Aufteilung und der Abspaltung der Autozulieferer-Sparte konzentriert sich Rieter wieder auf sein Textilmaschinen-Kerngeschäft.

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