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Raiffeisen-Chef Vincenz will nicht auf die Bremse treten

Obwohl Raiffeisen bei der Übernahme der Basler Privatbank Sarasin nicht zum Zuge kam, ist Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz einer Ausweitung der Private-Banking-Aktivitäten nicht abgeneigt.

Eine Privatbank passe gut zu Raiffeisen. «Ich glaube, dass in Zukunft das Private Banking und das Retail Banking näher aneinanderrücken werden», sagt Vincenz in einem Interview mit der «Berner Zeitung». Für Raiffeisen sei es wichtig, neben den Erträgen aus dem Hypothekargeschäft einen zweiten Ertragspfeiler zu haben. Vermögende Kunden würden in Zukunft einen höheren Anteil ihres Vermögens als Liquidität halten. Dies sei zwar für eine Privatbank uninteressant, weil dadurch keine Kommissionserträge generiert werden. Dagegen könne eine Retailbank wie Raiffeisen diese Gelder als Kredite weitergeben. Trotz Wirtschaftskrise will Raiffeisen bei der Vergabe von Krediten nicht auf die Bremse treten, wie Vincenz weiter sagte. «Wir wollen den Unternehmen und den Privatpersonen das benötigte Kapital zur Verfügung stellen, auch wenn es etwas härter wird.» Die Preise auf dem Immobiliensektor seien zwar in gewissen Regionen überhitzt. Auf der anderen Seite fliesst laut Vincenz der grösste Teil der Hypothekarkredite in selbst bewohnte Eigenheime. Solche Kredite seien bei der letzten Immobilienkrise in der Schweiz Ende der neunziger Jahre kaum gefährdet gewesen. Bei Raiffeisen belaufe sich die Durchschnittshypothek auf 350'000 Franken. Bei Neuhypotheken liege dieser Wert bei 420'000 Franken. Laut Vincenz gibt es derzeit keine Anzeichen, dass die Zinsen in den nächsten 12 Monaten steigen könnten. Diese Beurteilung gelte es aber laufend zu überprüfen.

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