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Positive Reaktionen auf Wahl Lagardes zur neuen IWF-Chefin

Washington Christine Lagarde kann sich nach ihrer Wahl an die Spitze des Internationalen Währungsfonds (IWF) über internationale Zustimmung freuen.

Auch aus Schweizer Sicht wird der Entscheid begrüsst. Lagarde verfüge über die Fähigkeiten und Erfahrungen für ein solches Amt, sagte Mario Tuor, Kommunikationschef des Staatssekretariats für internationale Finanzfragen , am Dienstagabend. Die Schweiz habe die Kandidatur Lagardes darum auch unterstützt. Sehr wichtig sei aus Schweizer Sicht gewesen, dass die Nachfolgefrage schnell geklärt wird. Wesentliche Themen wie etwa die internationale Finanzmarktstabilität können nun reibungslos weiter bearbeitet werden. Merkel lobt Fachkompetenz Lagardes Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel gratulierte Lagarde zu ihrer Wahl. Die neue IWF-Chefin vereine hohe fachliche Kompetenz mit grosser Erfahrung auf dem internationalen Parkett, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin. Auch in Paris wurde die Entscheidung des 24-köpfigen IWF- Verwaltungsrats gefeiert, der erstmals in seiner mehr als 60- jährigen Geschichte eine Frau an der Spitze erhält. «Die Entscheidung für Christine Lagarde ist ein Sieg für Frankreich», sagte Premierminister François Fillon. EU wünscht sich engere Zusammenarbeit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso äusserte sich ebenfalls positiv zur Wahl. In einer Mitteilung lobte er die «Expertise, Erfahrung und das Talent» Lagardes. Der IWF und die EU-Kommission hätten in den vergangenen Monaten Tag für Tag zusammengearbeitet, um den Euro-Staaten mit Schwierigkeiten zu helfen. «Ich wünsche mir, diese engen Beziehungen und die Kooperation zu verstärken», sagte Barroso. Eine Gratulation kam auch von Weltbank-Präsident Robert Zoellick. Lagarde hatte nur einen Mitbewerber, Mexikos Notenbankchef Agustín Carstens. Die 55-Jährige ging wegen der Unterstützung durch die europäischen Länder als Favoritin ins Rennen. Nachdem sich am Dienstag ausserdem noch die USA öffentlich hinter die Französin gestellt hatten, galt ihre Wahl als gesichert. So fiel die Entscheidung bereits nach wenigen Stunden, zwei Tage vor der eigentlichen Frist. Bekenntnis zu Reformen Die designierte IWF-Chefin bekräftigte nach ihrer Wahl, den eingeschlagenen Reformweg der Organisation weitergehen zu wollen. «Ich werde es zu meinem übergeordneten Ziel machen, dass unsere Institution weiter allen Mitgliedern mit der selben Aufmerksamkeit und in dem selben Geist dient», sagte sie laut einer Mitteilung. Lagarde folgt Dominique Strauss-Kahn nach, der eines Sexualverbrechens beschuldigt wird und Mitte Mai zurückgetreten war. Sie tritt ihr neues Amt am 5. Juli an und soll den IWF zunächst fünf Jahre führen. Ihre Nachfolge als Finanzministerin Frankreichs soll zügig bekanntgegeben werden.

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