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Porsche wehrt sich gegen Gerichtsentscheid

Stuttgart Porsche wehrt sich gegen den Entscheid des Oberlandesgerichtes Stuttgart, dass Ferdinand Piëch vor rund drei Jahren bei der Übernahmeschlacht gegen Volkswagen Pflichten als Porsche-Verwaltungsrat verletzt habe.

Nach dem Gerichtsurteil vom vergangenen Mittwoch drohen Porsche Schadenersatzklagen in Milliardenhöhe. Porsche will deshalb nach Auswertung des Urteils Nichtzulassungsbeschwerde beim deutschen Bundesgerichtshof einlegen, wie der Konzern am Sonntag mitteilte. Nach Auffassung von Piëch hat das Gericht die Situation nicht zutreffend eingeschätzt. «Eine Pflichtverletzung meinerseits kann ich - auch nach Durchsicht des Urteils - nicht sehen», so Piëch. Das Gericht hat Porsche-Aktionären recht gegeben, welche beantragt hatten, dass die Entlastung des gesamten Porsche- Verwaltungsrats für das Geschäftsjahr 2008/09 für nichtig erklärt wird. Hintergrund der Klage ist die einstige Absicht von Porsche, sich den vielfach grösseren Volkswagen-Konzern einzuverleiben. Dieses von Piëch und den übrigen Porsche-Verwaltungsräten gebilligte Vorhaben scheiterte im Sommer 2009, da Porsche das Geld ausging. Statt dessen drehte der finanzkräftige VW-Konzern den Spiess um, verleibte sich knapp die Hälfte des Porsche- Fahrzeugeschäfts ein und sicherte sich den Zugriffe auf die restlichen Anteile an der Porsche AG.

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