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Peach Property Group schreibt rote Zahlen Aussichten auf dem Luxusimmobilienmarkt bleiben gut

Das Luxusimmobilienunternehmen Peach Property Group ist 2011 in die roten Zahlen gerutscht.

Der Reinverlust von 11,14 Millionen Fr. kam zustande, weil der Immobilienentwickler letztes Jahr keine grossen Projekte abschloss und daher weniger Immobilienobjekte verkaufte. In dem Verlust sind zudem Mehrkosten von rund 1,4 Millionen Fr. enthalten, die beim Berliner Bauprojekt der Gruppe entstanden sind. Mit der Entwicklung von Liegenschaften setzte Peach Property 2011 12,1 Millionen Fr. um. Im Vorjahr hatte das Unternehmen in der Sparte noch einen Ertrag von rund 45 Millionen Fr. erzielt. Der Rückgang sei jedoch geplant gewesen, teilte Peach Property am Montag mit. Zurzeit verfolgt die Firma Projekte in den deutschen Städten Berlin und Hamburg, in Zürich und in Österreich. Beim Bauprojekt in Hamburg plant Peach Property, die Wohnungen der ersten Bauetappe ab Frühjahr 2012 an die Eigentümer zu übergeben. In Wädenswil ZH beginnen in diesem Frühling die Bauarbeiten für 23 Luxuswohnungen am See. Das günstigste Apartment kostet 2,2 Millionen Franken. Gemäss der Bewertung des Immobilienschätzers Wüest & Partner hatte das gesamte Immobilienportfolio der Gruppe per Ende Jahr einen Marktwert von 292,4 Millionen Franken. Gegenüber Dezember 2010 steigerte die Peach Property den Wert ihrer Immobilien um 28 Millionen Franken. Das Eigenkapital betrug 95,23 Millionen Franken. Optimistisch für die Zukunft Für die Zukunft sieht sich die Peach Property Group gut gerüstet. Sie gehe davon aus, dass sich die Immobilienmärkte im deutschsprachigen Europa auch im laufenden Jahr gut entwickelten, schreibt die Firma. Von der Annahme der Zweitwohnungsinitiative sei sie nicht betroffen. Anders als in Österreich baut die Peach Property Group in der Schweiz zurzeit keine Ferienwohnungen. Die optimistische Markteinschätzung der Peach Property teilen die Experten von Wüest & Partner: «Der Immobilienmarkt kann auch im laufenden Jahr 2012 noch leicht wachsen», sagte Immobilienberater Robert Weinert auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Immer mehr Luxuswohnungen Das Angebot an gehobenen Objekten sei in der Schweiz stark gestiegen. Für Eigentumswohnungen ab 800'000 Franken stellte Weinert zwischen den Jahren 2005 und 2011 eine Verdoppelung der per Inserate feilgebotenen Wohnungen fest. Die Apartments hätten sich bis anhin auch gut verkauft. Im vierten Quartal 2011 stagnierten die Immobilienpreise allerdings zum ersten Mal seit langem. Ob die Preise nun auch längerfristig tatsächlich wieder zurückgehen, zeigt sich gemäss Experten frühestens in einem halben Jahr. Wichtige Faktoren für die Luxusimmobilienbranche sind gemäss Berater Weinert unter anderem die Zuwanderung, die Wechselkurse und die allgemeine Wirtschaftsentwicklung. Der Wegfall der Pauschalbesteuerung in einigen Kantonen könne zwar einzelne Personen bei der Wohnungssuche beeinflussen - dass ganze Luxuswohnprojekte an der fehlenden Pauschalbesteuerung scheitern können, hält der Experte nicht für möglich.

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