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PC-Absatz in Westeuropa eingebrochen - Tablets locken Käufer weg

Egham/Berlin Tablet-Computer wie Apples iPad reissen ein Loch in den PC-Markt in Westeuropa.

Im ersten Quartal sackte der Absatz der Notebooks und Desktop-Computer im Jahresvergleich um 17,8 Prozent auf 14,7 Millionen Geräte ab, wie die Marktforscher von Gartner am Dienstag berichteten. Apple konnte hingegen gegen den Trend um zehn Prozent zulegen und stieg dadurch unter die fünf grössten Computerhersteller auf. Unter anderem bestätige sich der Trend, dass Konsumenten mit der Anschaffung eines neuen PC länger warten oder lieber zu Tablet- Computern wie Apples iPad greifen, erklärte Gartner. Die Tablets werden in den Gartner-Zahlen zum PC-Markt nicht berücksichtigt. Die Industrie sei ins erste Quartal bereits mit hohen Lagerbeständen aus dem Vorjahr gegangen, ergänzte Gartner-Analystin Meike Escherich. Dieser Lagerstau sei nur leicht abgebaut worden, «weil die Nachfrage zum Stillstand kam». Die grossen PC-Hersteller mussten massive Einbrüche einstecken. Am schwersten traf es Acer mit einem Minus von 29,9 Prozent auf 2,84 Millionen verkaufte Geräte. Der Dell-Absatz fiel um 22 Prozent, bei Asus gab es ein Minus von 12 Prozent. Der Markt war so schwach, dass Hewlett-Packard mit einem Absatzrückgang von 15,9 Prozent die Marktführung noch ausbauen konnte - von 22,8 auf 23,4 Prozent Marktanteil. Apple hingegen scheint von der Sogwirkung des iPad zu profitieren, das nach wie vor den Tablet-Markt dominiert. Mit dem Absatz von 966'000 Mac-Computern vertrieb Apple Toshiba von Platz fünf in der Westeuropa-Rangliste, der Marktanteil stieg von 4,9 auf 6,6 Prozent. Besonders stark legten die Apple-Notebooks mit einem Sprung von 32 Prozent zu.

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