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OECD-Chefökonom sieht Italien zu Unrecht in der Schusslinie

Mailand Italien ist nach Ansicht der Industrieländerorganisation OECD zu Unrecht im Visier der Finanzmärkte.

«Es gibt keine Veränderung der Fundamentaldaten des Landes, die eine Attacke auf Italien rechtfertigen könnten», sagte der OECD-Chefökonom Pier Carlo Padoan der Zeitung «Il Messagero» vom Mittwoch. Zugleich lobte der Italiener die Sparanstrengungen seines Heimatlandes. Italien gehöre zu den OECD-Staaten, die sich dem Ziel einer Stabilisierung der Schulden am stärksten angenähert hätten. Doch von den Turbulenzen um Spanien bleibe auch Italien nicht unberührt, sagte Padoan: «Lässt man den Ansteckungseffekt beiseite, waren die bisher ergriffenen Schritte zur wirtschaftlichen Erholung die richtigen.» Allerdings werde Italien «harte Konsequenzen» tragen müssen, falls die Refinanzierungskosten auf Dauer auf dem derzeit hohen Niveau verharren sollten. Italiens zehnjährige Bonds rentierten mit 6,317 Prozent zeitweise so hoch wie seit Ende Januar nicht mehr. Die Anleihen Spaniens kletterten mit 6,861 Prozent sogar auf einen neuen Rekordstand seit Einführung des Euro. «Sollten die Zinsen auch die Sieben-Prozent- Marke überschreiten, bekommt Spanien massive Probleme», sagte ein Händler.

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