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Nur wenige Investmentbanken werden gemäss Studie Krise überleben

Frankfurt Stellenabbau, Rückzug aus dem internationalen Geschäft, Schrumpfung der Kapazitäten - Experten der Beratungsfirma Roland Berger sagen den Investmentbanken harte Zeiten voraus.

Von den derzeit 14 grossen, weltweit tätigen Investmentbanken würden in drei bis fünf Jahren weniger als zehn übrigbleiben. Rund 40'000 Arbeitsplätze stünden auf dem Spiel, hiess es in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie. Zu beachten ist dabei, dass die Investmenbanken wie die UBS, Goldman Sachs, Morgan Stanley oder JP Morgan seit 2011 schon Tausende Stellen abgebaut haben. «Die Restrukturierung dieses Bankensektors wird sich radikal ändern. Es geht nicht mehr um eine taktische Reduktion der Kapazitäten, sondern um eine Umgestaltung der Branche und Fokussierung auf neue Märkte», erläuterte Roland-Berger-Experte Markus Böhme. Der Arbeitsplatzabbau werde vor allem die Industrieländer betreffen. In den Schwellenländern, allen voran in Asien, sei dagegen ein Marktwachstum zu erwarten. «Schwellenländer sind in den letzten Jahren signifikant gewachsen. Selbst wenn das Wirtschaftswachstum in manchen Ländern derzeit etwas abkühlt, sehen wir noch erhebliches strukturelles Wachstumspotenzial in dieser Region», erläuterte Böhme. Die Banken müssten aber ihre Präsenz vor Ort verstärken und sich zunehmend mit regionalen Instituten messen. Präsenz könnte eingeschränkt werden Die Konsolidierung des Investmentbanksektors werde sich in den kommenden Jahren noch beschleunigen, hiess es in der Studie weiter. Insgesamt würden rund 15 bis 20 Prozent der Kapazitäten wegfallen. «Dabei werden die Banken ihre Kapazitäten auf unterschiedlichste Weise reduzieren», erläuterte Böhme. Einige Institute könnten Produktlinien aufgeben, andere ihre internationale Präsenz einschränken. Oder sie schlössen Partnerschaften mit anderen Instituten. Einen Lichtblick gibt es immerhin: In diesem Jahr sollen die Erträge im weltweiten Investmentbanking der Studie zufolge um rund zehn Prozent auf 250 Milliarden Euro wachsen. Das sei aber eher eine Stabilisierung als eine Wende, warnte Böhme.

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