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Novartis will Zahl seiner Blockbuster-Medikamente verdoppeln

Basel/Boston Novartis will bis 2017 die Zahl seiner Blockbuster-Medikamente mit Milliarden-Umsatzpotenzial verdoppeln.

Einnahmeneinbussen wegen ablaufenden Patenten bisheriger Blockbuster will der Konzern mit Krebs-, Herz-Kreislauf- und Atemwegsmedikamenten wettmachen. Heute hat der Basler Weltkonzern sieben Medikamente mit einer Milliarde Dollar oder mehr Jahresumsatz auf dem Markt. Doch zyklusgemäss sind in der Branche teuer entwickelte Präparate nach Auslaufen des Patentschutzes jeweils billiger Generika-Konkurrenz ausgesetzt. Noch in der Forschungspipeline sind rund 140 Projekte. Unter den Projekten sind 73 neuartige Wirkstoffe, wie Novartis am Donnerstag vor einer Investorenveranstaltung in Boston mitteilte. Eine breite Pipeline ist auch nötig, soll der Umsatz gehalten werden: Im Vorjahr standen Krebsmedikamente mit 10,7 Milliarden Dollar für fast ein Fünftel des Konzernumsatzes. Afinitor gut gestartet Das Medikament Afinitor soll nach Konzerneinschätzung 2017 allein in der Brustkrebsbehandlung mehr als zwei Milliarden Dollar Umsatz generieren. Das Mittel wird auch gegen Nierenkrebs, neuroendokrine Tumore der Bauchspeicheldrüse und gutartige Hirntumore eingesetzt. Novartis erzielte damit im Vorjahr schon 443 Millionen Dollar Umsatz. Von neuen Krebsmedikamenten in der spätklinischen Entwicklung wie LDK378 gegen Lungenkrebs oder BKM120 gegen diverse Tumore erhofft Novartis insgesamt über eine Milliarde Dollar Umsatz. Optimistisch ist der Konzern auch für Serelaxin und LCZ686 gegen Herzversagen oder QVA149 gegen chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (COPD). Die Forschungsausgaben will Novartis unter dem Strich stabil halten, aber effizienter und produktiver werden und so mehr Projekte abwickeln. Der Konzern gab im Vorjahr 9,6 Milliarden Dollar oder 16 Prozent des Umsatzes für Forschung und Entwicklung aus. An der Börse kam Novartis' Investorentag gut an. Analysten machten indes keine Überraschungen aus.

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